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Von Ruhe keine Spur

KeyInvest Blog

30. November 2020

Von Ruhe keine Spur

Die Adventszeit ist angebrochen und mit ihr die letzten Wochen des Jahres. Auch wenn es dieses mal nichts wird mit dem gemĂŒtlichen Schlendern ĂŒber den Weihnachtsmarkt, funkelnde Lichter in StĂ€dten und GĂ€rten sorgen dennoch fĂŒr Besinnlichkeit. Auch auf dem ZĂŒrcher Finanzplatz herrschte zuletzt eine gewisse Gelassenheit. Bereits seit dem 9. November kommt der SMI nicht mehr vom Fleck.

Bei unseren Nachbarn in Deutschland zeigt sich ein anderes Bild. Selbst wenn sich die Kurskurve des hiesigen Leitindex ebenfalls etwas abgeflacht hat, mit einem Plus von bislang rund 15 Prozent steht der DAX vor dem besten November seiner Geschichte. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 27.11.2020) Damit liegt er nicht nur rund sieben Prozentpunkte vor dem SMI, sondern konnte auch die haussierende Wall Street hinter sich lassen.*

Tiefgehende Reform

In der neuen Woche wird der DAX – zumindest hier in Europa – ganz besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Das liegt weniger an seiner jĂŒngsten Outperformance, sondern vielmehr an einer möglichen Neugestaltung. Am Dienstag möchte die Indexbetreiberin nach mehr als 30 Jahren festlegen, ob der DAX auf 40 Werte erhöht wird. Seit der EinfĂŒhrung im Jahr 1988 befinden sich stets 30 Mitglieder in dem Barometer. Eine mögliche Erhöhung der Anzahl ist der Deutschen Börse an Reform aber noch nicht genug. Zudem stehen Bestrebungen im Raum, dass nach der Pleite des Zahlungsabwicklers Wirecard eine Mitgliedschaft kĂŒnftig an strengere Bedingungen geknĂŒpft wird. Neben finanziellen Faktoren könnten dann auch ethische berĂŒcksichtigt werden. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 23.11.2020)

Des einen Freud, des anderen Leid: Kritiker bemĂ€ngeln, dass bei einer Ausweitung des DAX, der MDAX stark darunter leiden könnte. Der „kleine Bruder“ wĂŒrde dann von 60 auf 50 Titel schrumpfen und dabei nahezu ein Drittel seiner Marktkapitalisierung verlieren. Der DAX wĂ€re dagegen breiter aufgestellt und sein Börsenwert stiege nach Berechnungen der Deutschen Börse um acht Prozent an. Wer sich den Index ins Depot holen möchte, kann dies einfach und kostengĂŒnstig mit dem ETT (Symbol: ETDAX) tun. Das Produkt spiegelt die Performance des DAX 1:1 wider und kommt derzeit ohne VerwaltungsgebĂŒhren aus.**

Alle Jahre wieder

Mit Beginn des Dezembers stellen sich Anleger rund um den Globus immer wieder die gleiche Frage: Jahresendrallye – ja oder nein? In Anbetracht der Rahmenbedingungen stehen die Chancen gar nicht mal so schlecht. Der Coronavirus-Impfstoff ist in greibarer NĂ€he, die MachtverhĂ€ltnisse in den USA scheinen sich zu klĂ€ren und die Verhandlungen um ein Brexit-Abkommen befinden sich auf der Zielgerade. Mitspielen mĂŒssen aber auch noch die Konjunkturdaten. DiesbezĂŒglich stehen diese Woche einige wichtige Daten im Kalender. Da wĂ€ren zum einen die Einkaufsmanagerindizes aus den USA und der Eurozone zu nennen. Diese basieren auf monatlichen Umfragen und spiegeln die Stimmung sowohl im verarbeitenden Gewerbe als im Dienstleistungssektor wider.

Auf dem Terminplan stehen zudem US-BeschĂ€ftigtenzahlen. Den Anfang machen am Mittwoch die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP. Ausschlaggebend sind dann aber die Daten am Freitag. Experten erwarten eine Verlangsamung des Stellenaufbaus. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 27.11.2020) Noch bevor die genauen Auswirkungen des Coronavirus auf dem Arbeitsmarkt bekannt gemacht werden, wird US-Notenbankchef Jerome Powell am Dienstag vor dem US-Kongress alle wichtigen Fragen rund um Wirtschaft und Geldpolitik beantworten. Von dieser halbjĂ€hrlich stattfindenden Anhörung erhoffen sich Anleger Anhaltspunkte auf die weitere Strategie des Fed. Am gleichen Tag wird hierzulande die SchĂ€tzung fĂŒr das Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Laut der Nachrichtenagentur Thomson Reuters rechnet der Konsens mit einem Minus von 3.8 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

DAX (5 Jahre, Angaben in Euro)*

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 27.11.2020
*Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen fĂŒr kĂŒnftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Zeit Land Ereignis
30.10.2020 08:30 CH EinzelhandelsumsÀtze
30.11.2020 09:00 CH KOF Leitindikator
30.11.2020 14:00 DE Verbraucherpreisindex
30.11.2020 15:00 US Chicago Einkaufsmanagerindex
01.12.2020 07:45 CH Bruttoinlandsprodukt
01.12.2020 09:30 CH SWME Einkaufsmanagerindex
01.12.2020 09:55 DE Einkaufsmanagerindex
01.12.2020 11:00 EZ Verbraucherpreisindex
01.12.2020 15:45 EZ Einkaufsmanagerindex
01.12.2020 16:00 US Anhörung des Fed Vorsitzenden Powell
02.12.2020 08:00 DE EinzelhandelsumsÀtze
02.12.2020 08:30 CH Verbraucherpreisindex
02.12.2020 11:00 EZ Arbeitslosenquote
03.12.2020 10:00 EZ Einkaufsmanagerindex
03.12.2020 11:00 EZ EinzelhandelsumsÀtze
03.12.2020 14:30 US ErstantrĂ€ge ArbeitslosenunterstĂŒtzung
04.12.2020 14:30 US Handelsbilanz
04.12.2020 14:30 US Arbeitslosenquote

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 27.11.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Von Ruhe keine Spur2020-11-30T15:48:32+00:00

Eine lesenswerte Publikation

KeyInvest Blog

23. November 2020

Eine lesenswerte Publikation

„Ein Jahr der Erneuerung“ – diese treffende Überschrift trĂ€gt der am 17. November veröffentlichte Ausblick Year Ahead 2021 von UBS. Zum ersten Mal ĂŒberhaupt prĂ€sentiert das fĂŒr die Publikation verantwortliche Chief Investment Office (CIO) im UBS Global Wealth Management die Analysen und Prognosen fĂŒr das kommende Jahr vollstĂ€ndig digital. Obwohl Covid 19 die Welt noch immer fest im Griff hat, rechnen die Experten mit einer steten RĂŒckkehr zur NormalitĂ€t. Konkret gehen sie davon aus, dass sowohl die Wirtschaftsleistung als auch die Unternehmensgewinne bis Ende 2021 wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen werden. Möglich macht diesen Rebound die von CIO GWM erwartete gross angelegte EinfĂŒhrung eines Corona-Impfstoffs im ersten Semester des kommenden Jahres.

Zeit fĂŒr die Aufholjagd

In ihrem Basisszenario unterstellen die Kapitalmarktprofis zudem weitere staatliche KonjunkturstĂŒtzen sowie anhaltende tiefe Zinsen. Vor diesem Hintergrund rechnen sie mit steigenden Aktienkursen. Unternehmen, die im 2020 nicht mit dem breiten Markt Schritt halten konnten, die so genannten Laggards, könnten dabei nach Ansicht von CIO GWM besonders gut abschneiden. Neben Mid Caps aus den USA sowie kleineren und mittelgrossen Werten aus der Eurozone rĂ€umen die Experten ausgewĂ€hlten Finanz- und Energieaktien sowie den Sektoren Industrie und diskretionĂ€re KonsumgĂŒter das grösste Aufholpotenzial ein. Dagegen könnten das Gewinnwachstum sowie die Kursperformance der Unternehmen aus dem Bereich der BasiskonsumgĂŒter hinterherhinken. Angesichts des sich normalisierenden Umfeldes erwartet CIO GWM auch bei Aktien, die in diesem Jahr als Stay-at-Home-Profiteure stark gefragt waren, eine relative Underperformance.

Neben den zahlreichen kurzfristigen Prognosen und Anlageideen enthĂ€lt Year Ahead auch lĂ€ngerfristige EinschĂ€tzungen. Zu den Investmentideen, die CIO GWM mit Blick auf die nĂ€chste Dekade fĂŒr besonders aussichtsreich hĂ€lt, zĂ€hlt die Nachhaltigkeit. Den Experten zufolge widmen sich Politik, Wirtschaft und Verbraucher verstĂ€rkt diesem wichtigen Thema. Zusammen mit den zunehmenden Möglichkeiten, in diesem Bereich gezielt Kapital zu allokieren, macht diese Entwicklung die Nachhaltigkeit auf globaler Ebene zum bevorzugen Investmentansatz von CIO GWM. (Quelle: UBS CIO GWM, Year Ahead 2021)
Ein nachhaltiger Investmentansatz

Eine einfache und diversifizierte Realisierung dieser Anlageidee ermöglicht der Open End PERLES (Symbol: ESGLVU)** auf den UBS ESG Low Volatility Global Equity Premium L/O Index. Die Zusammensetzung dieses 200 Mitglieder starken Benchmarks geht auf das Rating von Sustainalytics zurĂŒck. In den Index können nur Unternehmen einziehen, die von diesem Spezialisten fĂŒr Nachhaltigkeitsanalysen positiv beurteilt werden. DarĂŒber hinaus erhalten Aktien den Vorzug, deren historische VolatilitĂ€t (12 Monate) zum Zeitpunkt der Indexzusammensetzung besonders niedrig ausfĂ€llt. Bitte beachten Sie: Der Open End PERLES ist nicht kapitalgeschĂŒtzt und es kommt zu Verlusten, sobald der Index unter dem Einstiegspreis zu liegen kommt. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung der Basiswerte – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

Durchatmen vor dem Jahresendspurt

Zuletzt hat der Nachhaltigkeitsindex mit dem breiten Aktienmarkt zulegen können. Vor allem die Hoffnung auf die baldige EinfĂŒhrung eines Corona-Impfstoffs scheint bei den Investoren fĂŒr Kauflaune zu sorgen.* Apropos Kauflaune: Am Mittwoch werden in den USA die Zahlen zu den Konsumausgaben im Oktober publiziert. Laut Reuters rechnen Ökonomen bei dieser wichtigen KonjunkturstĂŒtze mit einem Wachstum von 0.7 Prozent gegenĂŒber dem Vormonat. Ab dem Wochenende beginnt fĂŒr den US-Detailhandel die wichtigste Phase des Jahres. Nach dem Thankgsgiving-Feiertag am Donnerstag nimmt tags darauf mit dem „Black Friday“ das WeihnachtsgeschĂ€ft seinen Lauf. WĂ€hrend die Wall Street am Donnerstag geschlossen bleibt, findet am Freitag nur ein verkĂŒrzter Handel statt. Anleger können also krĂ€ftig durchatmen, ehe es im Dezember noch einmal in die Vollen geht. Vor Weihnachten versprechen vor allem die Sitzung der EuropĂ€ischen Zentralbank am 10. Dezember sowie der sechs Tage spĂ€ter anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank viel Spannung.

UBS ESG Low Volatility Global Equity Premium L/O Net Return Index

(5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Angaben in US-Dollar)*

Stand: 20.11.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
24.11.2020 08:00 DE BIP 3. Quartal 2020
24.11.2020 10:00 DE Ifo GeschÀftsklima November 2020
24.11.2020 14:55 US Redbook November 2020
24.11.2020 15:00 US CaseShiller HĂ€userpreisindex September 2020
25.11.2020 10:00 CH ZEW Index November 2020
25.11.2020 14:30 US Auftragseingang langlebige WirtschaftsgĂŒter Oktober 2020
25.11.2020 14:30 US BIP 3. Quartal 2020
25.11.2020 14:30 US Konsumausgaben Oktober 2020
25.11.2020 20:00 US Fed: Sitzungsprotokoll
26.11.2020 08:00 DE GfK Verbrauchervertrauen
27.11.2020 08:00 GB Nationwide HĂ€userpreisindex November 2020

Stand: 23.11.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Eine lesenswerte Publikation2020-11-23T08:10:12+00:00

Der Blick geht nach vorne

KeyInvest Blog

16. November 2020

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus. Die AktienmĂ€rkte gehen mit viel Schwung in den Endspurt: Nicht nur der Wahlsieg von Joe Biden in den USA sorgte zuletzt fĂŒr Kauflaune. Die Aussicht auf eine baldige EindĂ€mmung der Corona-Pandemie hat die Kurse Anfang vergangener Woche enorm angeschoben. Die deutsche BioNTech steht bei einem gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelten Covid 19-Impfstoff kurz vor einem Zulassungsantrag. Aktuelle Studiendaten zeigen, dass sich das Risiko an Corona zu erkranken durch die Impfung um 90 Prozent reduzieren lĂ€sst. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 09.11.2020)

Gefragte Zykliker

Die von dieser Meldung ausgelöste Börsenrallye bescherte dem STOXXÂź Europe 600 Index einen Wochengewinn von gut fĂŒnf Prozent. Neben dem marktbreiten Benchmark selbst zĂ€hlen 15 europĂ€ische Sektorenindizes zum grossen ETT-Spektrum. Ein Blick auf die Performance dieser effektiven und kostengĂŒnstigen Partizipationsprodukte macht einen gewissen Favoritenwechsel deutlich: Die vielfach als Profiteure der KontaktbeschrĂ€nkungen – Stichwort „Homeoffice“ – geltenden Technologiewerte konnten nicht mit dem breiten Markt Schritt halten. Dagegen waren zyklische Aktien sowie Finanzwerte besonders stark angesagt. Banken fĂŒhren mit einem Zugewinn von 16.5 Prozent die Wochenwertung an (siehe Grafik).*

Trotz des jĂŒngsten Forschungserfolges bleibt die Pandemie ein bestimmendes Thema. Verschiedene LĂ€nder, darunter die USA, Russland und Deutschland, meldeten bei der Zahl der tĂ€glichen Covid-19-Neuinfektionen RekordstĂ€nde. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 13.11.2020) Vor diesem Hintergrund dĂŒrfte sich Corona wie ein roter Faden durch die in den kommenden Wochen anstehenden Ausblicke und Prognosen fĂŒr 2021 ziehen. Bereits morgen legt UBS CIO GWM die viel beachtete Publikation „Year Ahead“ vor.

Das Expertenteam beschĂ€ftigt sich darin mit der RĂŒckkehr der Welt zu einer gewissen NormalitĂ€t genauso, wie mit den durch Covid 19 beschleunigten VerĂ€nderungen. NatĂŒrlich dĂŒrfen eine Analyse der Wirtschaftspolitik sowie der Aussichten fĂŒr die vor einem Machtwechsel stehenden USA nicht fehlen. Wie gewohnt ĂŒbertrĂ€gt CIO GWM sĂ€mtliche EinschĂ€tzungen in konkrete Investmentimplikationen. Weitere Informationen zu „Year Ahead 2021“ finden Sie hier.

Übergangsphase in Washington D.C.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres wird Joe Biden aller Voraussicht nach als 46. PrĂ€sident der USA vereidigt. Ungeachtet der Weigerung von Amtsinhaber Donald Trump, die Niederlage einzugestehen, bereitet sich der Demokrat auf den Einzug in das Weisse Haus per 20. Januar 2021 vor. Zum Stabschef hat Biden seinen langjĂ€hrigen Berater Ron Klain ernannt. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 13.11.2020) Nachdem diese wichtige Personalie geklĂ€rt ist, könnten in der neuen Woche weitere Planungsschritte des kĂŒnftigen PrĂ€sidenten respektive seines Übergangsteams erfolgen.

WĂ€hrend der Zeitpunkt von Meldungen aus Washington D.C. offen ist, steht die Veröffentlichung der nĂ€chsten Konjunkturindikatoren fest. Von besonderer Bedeutung sind in dieser Woche die US-DetailhandelsumsĂ€tze. Von Reuters befragte Ökonomen gehen im Schnitt davon aus, dass die GeschĂ€fte im Oktober gegenĂŒber dem Vormonat um 0.5 Prozent angezogen haben. Mit einem Wachstum von 0.8 Prozent rechnet der Markt bei der ebenfalls am Dienstag zur Veröffentlichung anstehenden US-Industrieproduktion fĂŒr den Oktober. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 11.11.2020)

Einen wichtigen Fingerzeig fĂŒr die Verfassung der Schweizer Wirtschaft legt das Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS) am Donnerstagmorgen vor. Die Behörde veröffentlicht dann die Produktions-, Auftrags- und Umsatzstatistik des sekundĂ€ren Sektors im dritten Quartal 2020. Neben der Industrie ist das Baugewerbe in den Zahlen enthalten. Infolge der Pandemie hatten diese bedeutenden Wirtschaftszweige im zweiten Quartal 2020 den stĂ€rksten GeschĂ€ftseinbruch seit der Finanzkrise 2009 verzeichnet. (Quelle: BFS, Medienmitteilung, 20.08.2020)

UBS ETTs auf europÀische Sektoren

(Performance 1 Woche, Angaben in %)*

Stand: 13.11.2020; Quelle: UBS AG
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
16.11.2020 14:30 US JD.com Quartalszahlen
17.11.2020 11:00 EZ Bauproduktion September 2020
17.11.2020 13:00 US Walmart Quartalszahlen
17.11.2020 14:30 US Detailhandelsumsatz Oktober 2020
17.11.2020 15:15 US KapazitÀtsauslastung Oktober 2020
17.11.2020 15:15 US Industrieproduktion Oktober 2020
18.11.2020 07:00 DE KFZ-Zulassungen Oktober 2020
18.11.2020 08:00 GB Konsumentenpreise Oktober 2020
18.11.2020 11:00 EZ Konsumentenpreise (final) Oktober 2020
18.11.2020 14:30 US Baugenehmigungen Oktober 2020
18.11.2020 22:00 US Nvidia Quartalszahlen
19.11.2020 07:00 DE ThyssenKrupp Jahreszahlen
19.11.2020 08:00 CH Handelsbilanz Oktober 2020
19.11.2020 08:30 CH Industrieproduktion 3. Quartal
19.11.2020 08:30 DE Knorr Bremse Quartalszahlen
19.11.2020 09:30 DE CTS Eventim Quartalszahlen
19.11.2020 14:30 US Philly Fed Index November 2020
19.11.2020 16:00 US Verkauf bestehender HĂ€user Oktober 2020
19.11.2020 16:00 US FrĂŒhindikatoren Oktober 2020
20.11.2020 08:00 DE Produzentenpreise Oktober 2020
20.11.2020 08:00 GB Detailhandelsumsatz Oktober 2020
20.11.2020 16:00 EZ Verbrauchervertrauen November 2020

Stand: 16.11.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Der Blick geht nach vorne2020-11-16T15:09:10+00:00

Alle Augen auf Joe Biden

KeyInvest Blog

9. November 2020

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten. Damit kann der 77-jĂ€hrige Demokrat der 46. PrĂ€sident der Vereinigten Staaten werden. Amtsinhaber Donald Trump wollte die Entscheidung zunĂ€chst nicht akzeptieren und ficht die StimmenauszĂ€hlung mit mehreren Klagen an. Biden schlug dagegen bei einem gemeinsamen Auftritt mit der zukĂŒnftigen Vize-PrĂ€sidentin Kamala Harris versöhnliche Töne an. „Lasst uns einander gegenseitig eine Chance geben“, sagte er in Richtung der Trump-AnhĂ€nger. Gleichzeitig kĂŒndigte Biden rasche Massnahmen zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie an. Bereits am heutigen Montag möchte der designierte Machthaber hierfĂŒr ein Expertengremium zusammenstellen. Als weitere Schwerpunkte seiner Politik nannte er den wirtschaftlichen Wohlstand, die Sicherung der Gesundheitsversorgung sowie den Kampf gegen den Rassismus. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 08.11.2020)

Inmitten der zweiten Welle

Vor dem StĂŒhlerĂŒcken im Weissen Haus hat das Coronavirus die Staaten mehr denn je im Griff. An vier Tagen nacheinander erreichte die Zahl der Neuinfektion in der vergangenen Woche Rekordwerte. Mittlerweile haben sich insgesamt knapp zehn Millionen US-Amerikaner angesteckt. Als erster Bundesstaat meldete Texas am Wochenende in Summe mehr als eine Million Covid-19-Infektionen. Weltweit haben nur neun LĂ€nder mehr GesamtfĂ€lle registriert. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 08.11.2020)

Die zweite Welle lĂ€uft, wĂ€hrend sich der US-Arbeitsmarkt mit immer kleineren Schritten von der Entlassungswelle im FrĂŒhjahr erholt. Im Oktober bauten die Unternehmen ausserhalb der Landwirtschaft laut einem Bericht der Regierung 638’000 Stellen auf. Zwar hatten Ökonomen im Schnitt nur mit 600’000 zusĂ€tzlichen Job gerechnet. Doch der Zuwachs im vergangenen Monat war der geringste seit dem Beginn des Aufschwungs im Mai. Von den in der Krise verloren gegangenen 22 Millionen ArbeitsplĂ€tzen haben die USA erst gut die HĂ€lfte wieder aufgebaut. Zum Ausdruck kommt der Job-Kahlschlag auch in einer trotz des jĂŒngsten starken RĂŒckgangs mit 6.9 Prozent noch immer weit ĂŒber dem Vorkrisenniveau stehenden Arbeitslosenquote. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 06.11.2020)

Neben der nĂ€chsten Regierung dĂŒrfte die US-Notenbank der weltgrössten Volkswirtschaft weiter krĂ€ftig unter die Arme greifen. Nach einer in der Wahlwoche durchgefĂŒhrten Sitzung beliess das Fed den Leitzins in der Spanne von null bis 0.25 Prozent. Gleichzeitig hielten die WĂ€hrungshĂŒter die TĂŒr fĂŒr neue Nothilfen offen. Laut Fed-PrĂ€sident Jerome Powell haben die EntscheidungstrĂ€ger das milliardenschwere Anleihenprogramm analysiert und intensiv diskutiert. Momentan kauft das Fed Monat fĂŒr Monat festverzinsliche Wertpapiere in einem Volumen von mindestens 120 Milliarden US-Dollar. Powell zeigte sich entschlossen, falls nötig mit „kraftvollen Instrumenten“ wie diesem die gebeutelte Wirtschaft noch stĂ€rker zu stĂŒtzen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 06.11.2020)

Zahlenflut aus dem DAXÂź

In der neuen Woche sind Konjunkturindikatoren eher dĂŒnn gesĂ€t. Neben den Konsumentenpreisen dĂŒrfte die Wall Street vor allem dem am Freitag anstehenden Verbrauchervertrauen der UniversitĂ€t Michigan viel Beachtung schenken. WĂ€hrend nur noch wenige Ergebniszahlen von US-Konzernen anstehen, hat die Berichtssaison auf dem alten Kontinent noch einmal einiges zu bieten. Das Geschehen konzentriert sich dabei vor allem auf Deutschland: Von heute frĂŒh bis einschliesslich Freitag gewĂ€hren insgesamt elf DAXÂź-Unternehmen Einblick in den jĂŒngsten GeschĂ€ftsverlauf.

Vor der Zahlenflut zeigte der deutsche Leitindex einen krĂ€ftigen Rebound. Wie an anderen BörsenplĂ€tzen auch, schien die von den US-Wahlen zunĂ€chst ausgehende Unsicherheit den Investoren am deutschen Aktienmarkt wenig anhaben zu können. Nachdem der DAXÂź vor dem Urnengang krĂ€ftig unter Druck geraten war, schnellt er in der vergangenen Woche um knapp acht Prozent nach oben.* Mit dem ETT (Symbol: ETDAX)** können sich Anleger die 30 deutschen Large Caps einfach in das Portfolio holen. Das Produkt bildet den Benchmark im VerhĂ€ltnis 10:1 und ohne Laufzeitbegrenzung ab. Allerdings ist der ETT nicht kapitalgeschĂŒtzt und es kommt zu Verlusten, sobald der Index unter dem Einstiegspreis zu liegen kommt. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung des Basiswertes – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

DAXÂź TR Index

(5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Angaben in Punkten)*

Stand: 06.11.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
09.11.2020 14:30 US McDonald’s Quartalszahlen
10.11.2020 k.A. DE Siemens Energy Quartalszahlen
10.11.2020 07:00 CH PSP Swiss Property Quartalszahlen
10.11.2020 07:00 DE Deutsche Post Quartalszahlen
10.11.2020 07:30 DE Henkel Quartalszahlen
10.11.2020 07:30 DE Adidas Quartalszahlen
10.11.2020 11:00 DE ZEW Index November 2020
11.11.2020 07:30 DE E.ON Quartalszahlen
11.11.2020 08:30 DE Continental Quartalszahlen
11.11.2020 17:40 CH Flughafen ZĂŒrich Verkehrszahlen Oktober 2020
12.11.2020 k.A. CH Baloise Quartalszahlen
12.11.2020 06:45 CH Zurich Insurance Quartalszahlen
12.11.2020 07:00 DE Merck KGaA Quartalszahlen
12.11.2020 07:00 DE RWE Quartalszahlen
12.11.2020 08:30 DE Deutsche Telekom Quartalszahlen
12.11.2020 08:30 DE Siemens Jahreszahlen
12.11.2020 11:00 EZ Industrieproduktion September 2020
12.11.2020 14:30 US Konsumentenpreise Oktober 2020
12.11.2020 22:00 US Cisco Systems Quartalszahlen
12.11.2020 22:00 US Walt Disney Quartalszahlen
13.11.2020 08:30 CH Produzenten-/Importpreise Oktober 2020
13.11.2020 08:30 DE Deutsche Wohnen Quartalszahlen
13.11.2020 11:00 EZ BeschÀftigung 3. Quartal 2020
13.11.2020 11:00 EZ BIP-Schnellrechnung 3. Quartal 2020
13.11.2020 16:00 US Michigan-Verbrauchervertrauen November 2020

Stand: 09.11.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Alle Augen auf Joe Biden2020-11-09T13:25:00+00:00

Eine Woche der Wahrheit

KeyInvest Blog

2. November 2020

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrĂ€chtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nĂ€chsten PrĂ€sidenten, dessen Vize, die kĂŒnftige Zusammensetzung von ReprĂ€sentantenhaus sowie einen Teil des Senats. So wie es aussieht, machen besonders viele US-BĂŒrger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Laut Daten der UniversitĂ€t Florida hatten per Ende Oktober mehr als 90 Millionen WĂ€hler ihre Stimme bereits abgegeben. Damit war die Beteiligung am Urnengang 2016 bereits zu 65 Prozent erreicht. Das an der Hochschule angesiedelte Wahl-Projekt geht davon aus, dass insgesamt 150 Millionen Stimmzettel abgegeben werden. Die USA dĂŒrfte daher die höchste Wahlbeteiligung seit 1908 verzeichnen. Offenbar konnten PrĂ€sident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden die Menschen mobilisieren. Hinzu kommt, dass zahlreiche Bundesstaaten die Briefwahl respektive eine frĂŒhe Stimmabgabe wegen der Coronavirus-Pandemie erleichtert haben. (Quelle: Thomson Reuters, Medienberichte, 28.10.2020, 31.10.2020)

„Blaue Welle“ als wahrscheinlichstes Szenario

In den landesweiten Umfragen konnte Trump zuletzt etwas Boden gut machen. Gleichwohl sah das Portal RealClearPolitics (Online-Abfrage am 2. November 2020) Joe Biden mit einer Zustimmung von 51.1 Prozent gegenĂŒber dem Republikaner (43.9 Prozent) deutlich in Front. Laut UBS CIO GWM konnte bisher kein PrĂ€sidentschaftskandidat, der den Amtsinhaber herausforderte, einen derart grossen Vorsprung fĂŒr sich reklamieren. Gefallen ist die Entscheidung damit aber nicht. Vor allem in „Battle Ground“-Staaten, wo das Rennen traditionell eng ist, muss Biden die Umfragewerte erst noch in Siege umwandeln.

Das UBS US Office of Public Policy geht mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent von einer „Blauen Wellen” aus. Dieser an die Parteifarbe angelehnte Begriff steht fĂŒr einen vollumfĂ€nglichen Sieg der Demokraten. Sie wĂŒrden also sowohl den PrĂ€sidenten stellen als auch ĂŒber Mehrheiten in beiden Kongresskammern verfĂŒgen. Zwar möchte Biden die Steuern erhöhen und die Wirtschaft stĂ€rker regulieren. Nach Ansicht von CIO GWM dĂŒrfte der aus den geplanten Infrastruktur- und Klimaschutzprogrammen resultierende Impuls diese Belastungen jedoch ĂŒberkompensieren (Quelle: UBS CIO GWM, „How could the US election outcome impact your investments?“, 23.10.2020)

Negative Monatsbilanz

Wie auch immer: An den kommenden Tagen und darĂŒber hinaus könnte das Warten auf die Wahlergebnisse massgeblichen Einfluss auf die Börsenkurse nehmen. FĂŒr zusĂ€tzliche Brisanz sorgt zum Start in den November die sich vielerorts verschĂ€rfende Corona-Krise. Nachdem mehrere LĂ€nder neue AusgangsbeschrĂ€nkungen beschlossen haben, wachsen die Zweifel an der Nachhaltigkeit des laufenden Konjunkturaufschwungs. Der SMIÂź beendete den Oktober mit einem Minus von 5.9 Prozent. An der Wall Street fiel der Abschlag geringer aus: Per Ende Monat stand fĂŒr den S&P 500Âź ein Verlust von 2.8 Prozent zu Buche.*

In der vergangenen Woche haben mehrere Schwergewichte des US-Aktienmarktes ihre BĂŒcher geöffnet. Der Technologieriese Apple hat zwar im abgelaufenen Quartal rĂŒcklĂ€ufige Erlöse mit dem Verkaufsschlager iPhone verbucht. Dank boomender VerkĂ€ufe bei den Mac-Computern und AirPods-Kopfhörern fuhr der Konzern dennoch einen Umsatzrekord ein. Derweil konnte Amazon.com einmal mehr von boomenden Onlinehandel profitieren. Im dritten Quartal 2020 hat der E-Commerce-Gigant seinen Gewinn auf 6.3 Milliarden US-Dollar verdreifacht. Nach Angaben des Branchenriesen kaufen schon jetzt viele Kunden ihre Weihnachtsgeschenke. Daher soll das GeschĂ€ft im Schlussquartal mehr denn je florieren. Überzeugende Zahlen kamen auch von Alphabet. Der Google-Mutterkonzern verzeichnete ein Umsatzwachstum von 14 Prozent auf 46.2 Milliarden Dollar und hat damit die Erwartungen deutlich ĂŒbertroffen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 30.10.2020)

Renditeoptimierung mit drei US-Large Caps

Noch bis zum 11. November steht ein Early Redemption Kick-In GOAL (Symbol: KHNADU)** auf Alphabet, Amazon.com und Apple in der Zeichnung. Das Produkt wirft einen Coupon in Höhe von 10.75 Prozent p.a. ab. Diese Chance geht mit Barrieren von 65 Prozent der Anfangsfixierung einher. Trotz dieses Polsters ist der Kick-In GOAL nicht kapitalgeschĂŒtzt: Notiert einer der Basiswerte wĂ€hrend der Laufzeit einmal auf oder unter dem jeweiligen Kick-In Level (Barriere), und kommt zudem das Early Redemption Feature nicht zum Tragen, ist mit Verlusten zu rechnen. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung der Basiswerte – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

An den kommenden Tagen legen vor allem in Europa zahlreiche weitere Unternehmen ihre Zwischenbilanzen vor. Derweil dĂŒrfte in den USA neben dem „Election Day“ das Federal Reserve im Fokus stehen. Am Donnerstag publiziert die US-Notenbank ihren Zinsentscheid. Tags darauf legt die Regierung in Washington D.C. ihren Arbeitsmarktbericht fĂŒr Oktober vor. Die „Woche der Wahrheit“ endet also mit einem viel beachteten Konjunkturindikator fĂŒr die weltgrösste Volkswirtschaft.

Alphabet A vs. Amazon.com vs. Apple

(5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Umbasierung auf 100%)*

Stand: 30.10.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
02.11.2020 09:30 CH Einkaufsmanagerindex Oktober 2020
02.11.2020 15:00 US FahrzeugverkÀufe Oktober 2020
02.11.2020 16:00 US Bauausgaben September 2020
02.11.2020 23:00 US PayPal Quartalszahlen
03.11.2020 – US Wahltag
03.11.2020 07:00 CH Adecco Quartalszahlen
03.11.2020 07:30 DE Bayer Quartalszahlen
03.11.2020 08:30 CH Konsumentenpreise Oktober 2020
03.11.2020 16:00 US Auftragseingang Industrie September 2020
04.11.2020 k.A. CH Burckhardt Compression Semesterzahlen
04.11.2020 07:00 CH Swiss Life Quartalszahlen
04.11.2020 07:45 NL Ahold Delhaize Quartalszahlen
04.11.2020 08:30 DE BMW Quartalszahlen
04.11.2020 08:30 DE Vonovia Quartalszahlen
04.11.2020 14:15 US ADP Arbeitsmarktbericht Oktober 2020
05.11.2020 07:30 DE MĂŒnchener RĂŒck Quartalszahlen
05.11.2020 07:45 CH Konsumentenstimmung 4. Quartal 2020
05.11.2020 11:00 EZ DetailhandelsumsÀtze September 2020
05.11.2020 12:00 DE Linde Quartalszahlen
05.11.2020 20:00 US Fed: Zinsentscheidung
05.11.2020 22:00 US Booking Holdings Quartalszahlen
06.11.2020 07:00 CH Richemont Semesterzahlen
06.11.2020 07:00 DE Allianz Quartalszahlen
06.11.2020 08:00 CH WĂ€hrungsreserven Oktober 2020
06.11.2020 14:30 US Offizieller Arbeitsmarktbericht Oktober 2020

Stand: 02.11.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Eine Woche der Wahrheit2020-11-02T14:24:23+00:00

Die Lage spitzt sich zu

KeyInvest Blog

26. Oktober 2020

Die Lage spitzt sich zu

Corona, US-Wahlen, Brexit und Berichtssaison – die Belastungsfaktoren, denen die MĂ€rkte derzeit ausgesetzt sind, sind enorm. Der Reihe nach: Nicht nur in der Schweiz stieg die Zahl der Neuinfektionen zuletzt auf neue HöchststĂ€nde, ringsherum nehmen die Covid-19-FĂ€lle drastisch zu. Nach einer Reuters-ZĂ€hlung vom 24. Oktober haben sich in Europa die Ansteckungen in den vergangenen zehn Tagen mehr als verdoppelt. Damit steigt auch die Angst vor neuen Lockdowns zur EindĂ€mmung der Pandemie, und mit ihr die NervositĂ€t an den Börsen. Der SMI gab im Wochenvergleich knapp zwei Prozent nach und tauchte zwischendurch sogar unter die 10’000er-Marke.*

Zwei schwerwiegende Dilemmas

Die Entwicklungen in den USA halten Börsianer zudem auf Trab. Nicht nur, dass die Demokraten und Republikaner keinen Kompromiss bei neuen Konjunkturhilfen finden, auch machten sich zuletzt Sorgen breit, dass das Rennen zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden in den Swing-Staaten unentschieden ausgehen könnte und damit bis zum Urnengang am 3. November die Unsicherheit ĂŒber den Wahlausgang bleibt. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 23.10.2020) Ebenso hĂ€ngt der Brexit wie ein Damoklesschwert ĂŒber den MĂ€rkten. Eine Einigung der Kontrahenten scheint in weiter Ferne, die Zeit fĂŒr ein Arrangement allerdings knapp. Aus Sicht der EU kann nur noch bis Mitte November verhandelt werden, um ein Abkommen in diesem Jahr in den Parlamenten ratifizieren zu können. Ein Lichtblick ist, dass sich beide Seiten darauf verstĂ€ndigt haben, sich nun tĂ€glich, inklusive der Wochenenden, zu beraten. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 22.10.2020)

Unterschiedliche Zahlen

Die Berichtssaison sendet derweil kein klares Bild. WĂ€hrend beispielsweise NestlĂ© und Daimler ihre Prognosen fĂŒr den Rest des Jahres nach einem starken dritten Quartal angehoben haben, verfehlte der Streamingdienst Netflix die Prognosen und der Chip-Riese Intel enttĂ€uschte gar mit einem Gewinneinbruch. Die Intel-Aktie verzeichnete daraufhin den grössten Kursrutsch seit Juli.* (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 23.10.2020) Wie es mit den Bilanzen der US-Techs weitergehen wird, zeigt sich in der neuen Woche. Unter anderem legen die Branchen-Riesen Amazon, Apple, Facebook, Microsoft sowie die Google-Mutter Alphabet ihre BĂŒcher offen.

Aktuell scheint es also mehr als hinreichend GrĂŒnde fĂŒr eine weitere SeitwĂ€rtsbewegung der AktienmĂ€rkte zu geben. In einem derartigen Szenario lĂ€sst sich aber dennoch eine positive Rendite erzielen. Der in Zeichnung stehende ER Kick-In GOAL (Symbol: KHLKDU) auf Euro STOXX 50, S&P 500 und SMI bietet eine jĂ€hrliche Verzinsung von 5.00 Prozent. Das Produkt erzielt den Höchstertrag, wenn die bei 60 Prozent der Startwerte eingezogene Barriere unversehrt bleibt.**

Voller Terminkalender

Neben den weiteren Entwicklungen der oben aufgefĂŒhrten „Baustellen“ liegt das Augenmerk der Marktteilnehmer in dieser Woche zudem auf der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB). Diese kommt am Donnerstag zusammen, um ĂŒber ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Es wird davon ausgegangen, dass die WĂ€hrungshĂŒter am Leitzins, der bereits seit MĂ€rz 2016 auf dem Rekordtief von 0.0 Prozent liegt, zwar voraussichtlich nicht rĂŒtteln werden. Allerdings könnten sie die TĂŒr fĂŒr weitere Lockerungsschritte öffnen. Noch in diesem Jahr gehen Experten davon aus, dass die EZB das billionenschwere Anleihen-Kaufprogramm PEPP aufstocken wird. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 23.10.2020)

DarĂŒber hinaus stehen wichtige Konjunkturdaten an, die Aufschluss ĂŒber eine mögliche weitere Erholung der Wirtschaft geben könnten. Dazu zĂ€hlt der Ifo-Index am Montag, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen misst. Vergleichbare Daten auf europĂ€ischer Ebene folgen am Donnerstag. Dann wird auch der Index fĂŒr das Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Am Freitag stehen dann noch der Einkaufsmanagerindex sowie das Verbrauchervertrauen in den USA an. Über den Zustand der hiesigen Wirtschaft geben die ZEW Konjunkturerwartungen am Mittwoch sowie der KOF Leitindikator am Freitag Aufschluss.

Euro STOXX 50 vs. S&P 500 vs. SMI

(5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Umbasierung auf 100 %)*

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 23.10.2020
*Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen fĂŒr kĂŒnftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Zeit Land Ereignis
26.10.2020 10:30 DE Ifo – GeschĂ€ftsaussichten
27.10.2020 13:30 US AuftragseingĂ€nge langlebiger GĂŒter
27.10.2020 15:00 US Verbrauchervertrauen Conference Board
27.10.2020 k.A. CH Novartis Quartalszahlen
27.10.2020 k.A. US Microsoft Quartalszahlen
28.10.2020 10:00 CH ZEW Umfrage – Konjunkturerwartungen
28.10.2020 k.A. CH Straumann Quartalszahlen
29.10.2020 04:00 JP BoJ Zinssatzentscheidung
29.10.2020 11:00 EZ Verbrauchervertrauen
29.10.2020 11:00 EZ GeschÀftsklimaindex
29.10.2020 13:30 US ErstantrĂ€ge ArbeitslosenunterstĂŒtzung
29.10.2020 13:45 EZ EZB Zinssatzentscheidung
29.10.2020 k.A. US Alphabet Quartalszahlen
29.10.2020 k.A. US Amazon Quartalszahlen
29.10.2020 k.A. US Apple Quartalszahlen
29.10.2020 k.A. US Facebook Quartalszahlen
30.10.2020 08:30 CH EinzelhandelsumsÀtze
30.10.2020 09:00 CH KOF Leitindikator
30.10.2020 11:00 EZ Verbraucherpreisindex
30.10.2020 14:45 US Chicago Einkaufsmanagerindex
30.10.2020 15:00 US Reuters/Uni Michigan Verbrauchervertrauen

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 23.10.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Die Lage spitzt sich zu2020-10-26T11:50:40+00:00

BĂŒhne frei fĂŒr NestlĂ© & Co.

KeyInvest Blog

19. Oktober 2020

BĂŒhne frei fĂŒr NestlĂ© & Co.

Passend zur Jahreszeit wird es an den AktienmĂ€rkten stĂŒrmischer. Der SMI musste die zweite Handelswoche nacheinander Federn lassen.* Ein Dreiklang aus der sich verschĂ€rfenden Corona-Pandemie, einem turbulenten US-Wahlkampf sowie den stockenden Brexit-Verhandlungen drĂŒckte auf die Stimmung. Hinzu kam, dass mit Roche ein Schwergewicht des heimischen Leitindex enttĂ€uschende Zahlen prĂ€sentierte. Im dritten Quartal blieben die MedikamentenumsĂ€tze des Pharmakonzerns hinter den Erwartungen zurĂŒck. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 15.10.2020)

Bereits in der neuen Woche kann ein Schwergewicht des heimischen und europĂ€ischen Aktienmarktes der Berichtssaison eine positive Note verpassen. Am Mittwochmorgen veröffentlicht NestlĂ© die Umsatzzahlen fĂŒr die ersten neun Monate des GeschĂ€ftsjahres 2020. Ab 14:00 Uhr melden sich CEO Mark Schneider und CFO François-Xavier Roger an einem Investorencall zu Wort. SpĂ€testens dann wird sich zeigen, wie sich der weltgrösste Lebensmittelkonzern in der Coronakrise schlĂ€gt. Generell stehen die kommenden Tage im Zeichen des Konsumsektors. Bereits am Dienstag legt der mit Marken wie Pampers, Gillette oder Ariel global agierende US-Konzern Procter & Gamble den Quartalsbericht vor. Am Donnerstag folgt die sowohl in der Körper- und Haushaltspflege als auch im Lebensmittelsegment aktive Unilever.

Markenstarke Neuemission

Passend zu den anstehenden Zahlen bringt UBS NestlĂ©, Procter & Gamble sowie Unilever als Basiswerte fĂŒr einen Callable Kick-In GOAL (Symbol: KHJQDU)** zusammen. Bei einem Coupon von 6.50 Prozent p.a. gehen die drei Aktien mit einem Barriereabstand von jeweils 40 Prozent in die zweijĂ€hrige Laufzeit. Das Produkt ist jedoch nicht kapitalgeschĂŒtzt: Notiert einer der Basiswerte wĂ€hrend der Laufzeit einmal auf oder unter dem jeweiligen Kick-In Level (Barriere), und kommt zudem das Callable Feature nicht zum Tragen, ist mit Verlusten zu rechnen. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung des Basiswertes – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

Verbrauchervertrauen im Fokus

Die Zahlen der Konsumriesen dĂŒrften auch Hinweise darauf liefern, wie es um die globale Kauflaune bestellt ist. Ende vergangener Woche kamen diesbezĂŒglich positive Daten aus den USA. Das von der UniversitĂ€t Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen ist im Oktober auf 81.2 Punkte gestiegen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem schwĂ€cheren Anstieg auf 80.5 ZĂ€hler gerechnet. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 16.10.2020) In der neuen Woche stehen diesseits des Atlantiks mit dem Verbrauchervertrauen fĂŒr Deutschland sowie die Eurozone vergleichbare Stimmungsbarometer auf der Agenda. Laut Reuters gehen die MĂ€rkte davon aus, dass der Indikator fĂŒr das Gebiet der WĂ€hrungsunion im Oktober auf minus 15 nach minus 13.9 im Vormonat gesunken ist.

An der Wall Street dĂŒrften die Investoren an den kommenden Tagen ihren Fokus neben dem Wahlkampf auf das „Beige Book“ richten. Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank den aktuellen Konjunkturbericht. Tags darauf folgen die FrĂŒhindikatoren. Gleichzeitig geht die «Earnings Season» in die nĂ€chste Runde. Bis Freitag legen allein acht Mitglieder des Dow JonesÂź Index ihre Zwischenberichte vor. Dazu zĂ€hlt Intel. Neben dem Halbleiterkonzern reihen sich mit Netflix und Tesla zwei weitere prominente Vertreter des Technologiesektors in die Zahlenflut ein.

Pfizer schĂŒrt Hoffnung

Einfluss auf die MĂ€rkte nimmt weiterhin die Corona-Pandemie. Neben den laufenden Infektionszahlen gilt das auch und gerade fĂŒr die Impfstoffentwicklung. Hier sorgte Pfizer fĂŒr einen positiven Ausklang der vergangenen Börsenwoche. Sofern die anstehenden Studienergebnisse positiv ausfallen, möchte der US-Pharmakonzern bereits Ende November einen Zulassungsantrag fĂŒr ein zusammen mit der deutschen Biontech entwickelte Covid 19-Impfung stellen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 16.10.2020)

Nestlé vs. Procter & Gamble vs. Unilever

(5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Umbasierung auf 100 %)*

Stand: 16.10.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
19.10.2020 22:00 US IBM Quartalszahlen
20.10.2020 03:00 CH Logitech Quartalszahlen
20.10.2020 06:45 CH UBS Quartalszahlen
20.10.2020 06:45 CH KĂŒhne + Nagel Quartalszahlen
20.10.2020 07:30 FR Danone Quartalszahlen
20.10.2020 08:00 CH Handelsbilanz September 2020
20.10.2020 09:00 DE GfK Verbrauchervertrauen November 2020
20.10.2020 14:30 US Baugenehmigungen September 2020
20.10.2020 14:30 US Procter & Gamble Quartalszahlen
20.10.2020 16:00 FR Vivendi Quartalszahlen
20.10.2020 22:00 US Texas Instruments Quartalszahlen
21.10.2020 01:00 US Netflix Quartalszahlen
21.10.2020 07:15 CH Nestlé Quartalszahlen
21.10.2020 08:30 ES Iberdrola Quartalszahlen
21.10.2020 09:00 CH Geldmenge M3 September 2020
21.10.2020 13:30 US Verizon Quartalszahlen
21.10.2020 20:00 US Beige Book
21.10.2020 22:00 US Tesla Quartalszahlen
22.10.2020 k.A. CH Sika Quartalsahlen
22.10.2020 07:35 FR Pernod-Ricard Quartalszahlen
22.10.2020 08:00 NL Unilever Quartalszahlen
22.10.2020 14:30 US Dow Quartalszahlen
22.10.2020 14:30 US Coca-Cola Quartalszahlen
22.10.2020 16:00 FR L’Oreal Quartalszahlen
22.10.2020 16:00 EZ Verbrauchervertrauen Oktober 2020
22.10.2020 16:00 US FrĂŒhindikatoren September 2020
22.10.2020 16:00 US HÀuserverkÀufe September 2020
22.10.2020 22:00 US Intel Quartalszahlen
23.10.2020 07:00 CH ABB Quartalszahlen
23.10.2020 08:30 DE Daimler Quartalszahlen
23.10.2020 10:00 EZ Einkaufsmanagerindex Oktober 2020
23.10.2020 14:30 US American Express Quartalszahlen

Stand: 19.10.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

BĂŒhne frei fĂŒr NestlĂ© & Co.2020-10-21T10:16:47+00:00

Nun wird es ernst

KeyInvest Blog

12. Oktober 2020

Nun wird es ernst

Nach dem Corona-Crash im FrĂŒhjahr ging es mit den Aktienkursen zuletzt steil nach oben. WĂ€hrend der Nikkei 225 bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht hat, steht der DAX knapp davor und an der Wall Street sind die Notierungen zwischenzeitlich sogar auf neue Hochs gestiegen.* Ob die operative GeschĂ€ftsentwicklung mit den haussierenden Kursen Schritt halten kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Bilanzsaison fĂŒr das dritte Quartal steht an und mit ihr werden die Karten offengelegt.

Anleger mĂŒssen sich darauf einstellen, dass es Unterschiede in der Berichterstattung geben wird. Je nach Branche dĂŒrften die GeschĂ€fte unterschiedlich gelaufen sein. Erste Indikationen sendeten die beiden DAX-Konzerne Bayer und Deutsche Post. WĂ€hrend erstgenannter vor allem wegen den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie fĂŒr seine Agrarsparte seinen Ausblick kappen musste, hat der Logistikkonzern dank boomender GeschĂ€fte rund um Pakete und Express-Sendungen im dritten Quartal deutlich mehr verdient und sein Gewinnziel fĂŒr das Gesamtjahr angehoben.

Finanzsektor im Fokus

In der aktuellen Woche fĂ€llt mit den Zahlen aus der US-Bankenbranche nun der Startschuss in die Quartalssaison. Am Dienstag legen JP Morgan und Citi ihre BĂŒcher offen, einen Tag spĂ€ter folgen die Bank of America, Wells Fargo und Goldman Sachs. Morgan Stanley schliesst am Donnerstag dann den Zahlenreigen der FinanzhĂ€user ab. Geht es nach den Analysten, sind grosse SprĂŒnge nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Die Experten sagen GewinneinbrĂŒche von bis zu 60 Prozent voraus. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 09.10.20)

Bei der Citigroup rechnet der Durchschnitt der Analysten zwar mit einem deutlichen GewinnrĂŒckgang im Vergleich zum Vorjahr, in Relation zum Vorquartal soll sich das Ergebnis je Aktie allerdings verbessern. Nach Angaben von CNN Business betrĂ€gt die mittlere SchĂ€tzung 0.89 US-Dollar je Aktie im Vergleich zu ausgewiesenen 0.50 US-Dollar fĂŒr das zweite Quartal. An der Börse kommt die Citi-Aktie bereits seit lĂ€ngerem nicht mehr in die GĂ€nge und dĂŒmpelt seit Wochen zwischen 40 und 50 US-Dollar seitwĂ€rts dahin. HĂ€lt diese Phase an, kann der ER Kick-In GOAL (Symbol: KGRWDU) auf die Citigroup seine volle StĂ€rke ausspielen. Solange der Risikopuffer von knapp 44 Prozent ausreicht, wirft das Produkt den Maximalgewinn von 15.1 Prozent ab.**

Gewinne runter, Kurse rauf

Was den Gesamtmarkt angeht, werden die Gewinne ebenfalls in Summe deutlich zurĂŒckgehen. FĂŒr das dritte Quartal erwartet der Konsens ein Ergebnisminus fĂŒr den S&P 500 von 20.5 Prozent. Dies wĂ€re die zweitgrösste Gewinnabnahme des Index seit dem zweiten Quartal 2009. Im Schlussviertel sehen die Analysten Verbesserungen und prognostizieren „nur“ noch einen RĂŒckgang von 12.4 Prozent. Damit errechnet sich fĂŒr das gesamte GeschĂ€ftsjahr 2020 ein Minus von 17.7 Prozent. Das hĂ€lt die Analystenzunft aber nicht davon ab, in Bezug auf die Aktienkurse positiv nach vorne zu blicken. Das 12-Monats-Kursziel fĂŒr den S&P 500 betrĂ€gt 3754.11 Punkte und liegt damit knapp neun Prozent ĂŒber dem aktuellen Niveau. (Quelle: Factset, Earnings Insight, 09.10.2020)

Zahlreiche Unternehmens- und Wirtschaftstermine

Nicht nur in Übersee wird in der laufenden Woche der Fokus auf der Berichtssaison liegen, auch in Europa gewĂ€hren einige Unternehmen wie Chipzulieferer ASML oder auch das schwedische Medinzintechnikunternehmen Getinge Einblick in ihren GeschĂ€ftsverlauf. Aus der Schweiz werden die Zwischenberichte von Roche und Temenos erwartet. Wie es um die Wirtschaft bestellt ist, zeigen wiederum einige Konjunkturindikatoren. Aufschluss ĂŒber die Entwicklung auf dem alten Kontinent gibt der am Dienstag anstehende ZEW-Index fĂŒr die Eurozone, in den USA wird am Donnerstag der Empire-State- und Philly-Fed-Index erwartet. Am Freitag folgen dann noch die EinzelhandelsumsĂ€tze und das Verbrauchervertrauen der UniversitĂ€t Michigan.

Gewinnentwicklung S&P 500

Quelle: Factset; e = erwartet
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen fĂŒr kĂŒnftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Anstehende Quartalszahlen wichtiger Unternehmen

Datum Unternehmen
13.10.2020 Citigroup
13.10.2020 JPMorgan Case
14.10.2020 Alcoa
14.10.2020 ASML
14.10.2020 Bank of America
14.10.2020 Goldman Sachs
14.10.2020 Wells Fargo
15.10.2020 Morgan Stanley
15.10.2020 Temenos
15.10.2020 Roche
15.10.2020 Intuitive Surgical
16.10.2020 Schlumberger
16.10.2020 Getinge

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 12.10.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Nun wird es ernst2020-10-14T07:44:17+00:00

Turbulenter Start in ein brisantes Schlussquartal

KeyInvest Blog

5. Oktober 2020

Turbulenter Start in ein brisantes Schlussquartal

Mit einem chaotischen TV-Duell der US-PrĂ€sidentschaftskandidaten ist das dritte Quartal 2020 zu Ende gegangen. Amtsinhaber Donald Trump lieferte sich einen heftigen Schlagabtausch mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Trump warnte einmal mehr vor BetrĂŒgereien im Zusammenhang mit der Briefwahl und liess offen, ob er eine Niederlage akzeptieren wĂŒrde. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 30.09.2020)

Als wĂ€ren die Sorgen vor einem chaotischen Urnengang nicht schon gross genug, begann auch das Schlussquartal mit einem Paukenschlag: Donald Trump und seine Frau Melania wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Wenngleich der PrĂ€sident nach einem Krankenhausaufenthalt bereits am heutigen Montag in das Weisse Haus zurĂŒck kehren könnte, dĂŒrfte diese Diagnose den weiteren Verlauf des Wahlkampfs stark beeinflussen. Bereits fĂŒr den 15. Oktober ist das zweite TV-Duell geplant (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 04.10.2020) Wenig ĂŒberraschend setzte das Testergebnis aus dem Weissen Haus die MĂ€rkte vor dem Wochenende unter Druck.

US-Jobmotor stottert

Ein Übriges tat dabei eine weitere Meldung aus Washington D.C.: Nach Angaben des Arbeitsministeriums sind in den USA im September ausserhalb der Landwirtschaft 661’000 neue Stellen entstanden. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt mit 850’000 zusĂ€tzlichen Jobs gerechnet. Damit hat sich der Aufschwung am US-Arbeitsmarkt – im Juli und August lag der Stellenaufbau bei 1.7 respektive knapp 1.5 Millionen – stĂ€rker abgeschwĂ€cht als erwartet. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 02.10.2020)

Der aktuelle „Nonfarm Payrolls“-Report dĂŒrfte die Diskussion um weitere US-Konjunkturhilfen forcieren. Vergangene Woche ist Bewegung in die zĂ€hen Verhandlungen gekommen. Nach Angaben aus dem Weissen Haus hat die Regierung den Demokraten ein neues Paket im Volumen von mehr als 1.5 Milliarden US-Dollar vorgeschlagen. Es sieht unter anderem eine VerlĂ€ngerung der UnterstĂŒtzungsmassnahmen fĂŒr die angeschlagene Luftfahrtindustrie vor. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 01.10.2020)

Diesseits des Atlantiks bleibt der Brexit das politische Top-Thema. Am Wochenende hat der britische Premierminister Boris Johnson mit EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen telefoniert. Die GesprĂ€chspartner verstĂ€ndigten sich darauf, die GesprĂ€che ĂŒber die zukĂŒnftigen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren. Bereits heute empfĂ€ngt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den VerhandlungsfĂŒhrer der EU, Michael Barnier. Um den Parlamenten der MitgliedslĂ€nder die Möglichkeit der Ratifizierung zu geben, möchte die Union bis Ende Monat eine Einigung mit Grossbritannien erzielen. (Quelle: Thomons Reuters, Medienbericht, 03.10.2020)

Top-Quartett aus dem SMIÂź

DĂŒnn bestĂŒck ist der Börsenterminkalender fĂŒr die neue Woche. Einen ersten Vorgeschmack auf die nahende Quartalssaison liefert Givaudan. Der Aromen- und Dufthersteller publiziert am Donnerstag seine Umsatzzahlen fĂŒr die ersten neun Monate 2020. An der Börse lĂ€uft es gut fĂŒr das SMIÂź-Mitglied: Mit einem Zugewinn von gut einem Drittel zĂ€hlt Givaudan im bisherigen Jahresverlauf zu den Spitzenreitern im heimischen Leitindex.

Zusammen mit drei weiteren SMIÂź-Outperformern 2020 – Lonza, Roche und Sika* – bildet Givaudan die Basis fĂŒr einen neuen Callable Kick-In GOAL (Symbol: KHIQDU)**. Das Quartett bringt eine Couponzahlung in Höhe von 10.50% p.a. mit. Diese Chance geht mit BarriereabstĂ€nden von jeweils 65% einher.

Das Produkt ist jedoch nicht kapitalgeschĂŒtzt: Notiert einer der Basiswerte wĂ€hrend der Laufzeit einmal auf oder unter dem jeweiligen Kick-In Level (Barriere), und kommt zudem das Callable Feature nicht zum Tragen, ist mit Verlusten zu rechnen. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung des Basiswertes – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

Givaudan vs. Lonza vs. Roche vs. Sika (5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Umbasierung auf 100%)*

Stand: 02.10.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
05.10.2020 11:00 EZ DetailhandelsumsÀtze August 2020
05.10.2020 16:00 US ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister September
06.10.2020 08:00 DE Auftragseingang Industrie August 2020
06.10.2020 14:55 US Redbook Oktober 2020
07.10.2020 08:00 DE Industrieproduktion August 2020
07.10.2020 09:00 CH WĂ€hrungsreserven September 2020
07.10.2020 16:30 US RohöllagerbestÀnde Vorwoche
08.10.2020 07:00 CH Givaudan UmsÀtze Januar bis September 2020
08.10.2020 07:45 CH Arbeitslosenrate September 2020
08.10.2020 14:30 US Delta Air Lines Quartalszahlen
09.10.2020 16:00 US Umsatz Grosshandel August 2020

Stand: 05.10.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Turbulenter Start in ein brisantes Schlussquartal2020-10-14T07:45:42+00:00

Konfrontation auf offener BĂŒhne

KeyInvest Blog

28. September 2020

Konfrontation auf offener BĂŒhne

Am 3. November wĂ€hlen die USA ihren nĂ€chsten PrĂ€sidenten. FĂŒnf Wochen vor dem Urnengang treffen die beiden Kandidaten nun zum ersten von insgesamt drei TV-Duellen aufeinander. Sobald sich Donald Trump und Joe Biden in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch (MESZ) in Cleveland, Ohio, gegenĂŒberstehen, geht das Rennen um das Weisse Haus in die heisse Phase. Momentan hat der Herausforderer in den landesweiten Umfragen die Nase vorn: Das Portal RealClearPolitics stellt fĂŒr den Demokraten Joe Biden eine durchschnittliche Zustimmungsquote von 49.8 Prozent fest. Donald Trump erreicht 7.0 Prozentpunkte weniger. Allerdings konnte der Republikaner in den vergangenen Wochen etwas Boden gut machen – Anfang Juli lagen noch 9.4 Prozentpunkte zwischen den beiden Bewerbern (siehe Grafik).

„Blaue Welle“ als wahrscheinlichstes Szenario

Nach Ansicht von UBS CIO GWM haben die Investoren gerade einen weiteren Vorgeschmack auf die mit den US-Wahlen einhergehende NervositĂ€t bekommen. Vergangene Woche stieg der VIXÂź Index ĂŒber die Marke von 30 US-Dollar. Dieser Benchmark steht fĂŒr die in Optionen auf den S&P 500Âź Index eingepreiste VolatilitĂ€t. Laut CIO GWM sprechen die an der Terminbörse Cboe gehandelten VIXÂź-Futures dafĂŒr, dass die Kurse am US-Aktienmarkt auch in den kommenden Monaten krĂ€ftig ausschlagen. In der Tat notiert beispielsweise der im November 2020 fĂ€llige Kontrakt mehr als ein FĂŒnftel ĂŒber dem aktuellen VolatilitĂ€tsniveau.*

Trotz des schrumpfenden Vorsprungs von Joe Biden erachten die UBS-Experten eine „blaue Welle“ als das wahrscheinlichste Wahlergebnis. Ihr aktueller „Electionwatch report“ spricht zu 50 Prozent dafĂŒr, dass die Demokraten zukĂŒnftig sowohl den PrĂ€sidenten stellen als auch ĂŒber die Mehrheit in beiden Kongresskammern – Senat und ReprĂ€sentantenhaus – verfĂŒgen. Bei einem solchen Ausgang wĂŒrden die staatlichen Investitionen in die Bereiche Gesundheit, Infrastruktur und Klimawandel nach EinschĂ€tzung der Analysten die zu erwartenden Steuererhöhungen ĂŒbertreffen. Unter anderem deswegen wĂ€re die blaue Welle laut CIO GWM positiv fĂŒr die Anlageklasse Aktien. (Quelle: UBS CIO GWM, CIO Daily Updates, „Assigning probabilities to the US election“, 25.09.2020)

Neue Zahlen vom US-Arbeitsmarkt

Noch ist es nicht soweit, schon das morgige TV-Duell könnte Einfluss auf die aktuellen Umfragen respektive Szenarien nehmen. Eine wichtige Rolle dĂŒrfte im Wahlkampfendspurt darĂŒber hinaus die konjunkturelle Entwicklung in den USA spielen. DiesbezĂŒglich werden in der neuen Woche einige aussagekrĂ€ftige Indikatoren publiziert. Im Fokus steht der Arbeitsmarkt. Am Mittwoch veröffentlicht der private Stellenvermittler ADP seinen monatlichen Jobreport. Zwei Tage spĂ€ter legt die Regierung den offiziellen „Nonfarm-Payrolls“-Bericht vor. Laut Reuters gehen Ökonomen im Schnitt davon aus, dass im September in den Staaten ausserhalb der Landwirtschaft 875’000 neue ArbeitsplĂ€tze entstanden sind.

Auch hier zu Lande warten News zur makroökonomischen Grosswetterlage auf die Investoren. Am Mittwoch veröffentlicht die Konjunkturforschungsstelle KOF ihr monatliches Barometer. Tags darauf folgen die DetailhandelsumsĂ€tze fĂŒr August sowie der Einkaufsmanagerindex und die Konsumentenpreise fĂŒr September.

Geldpolitischer Gleichklang

Nach Ansicht der SNB unterliegen die Inflationsaussichten gerade „einer unĂŒblich grossen Unsicherheit.“ In der aktuellen Geldpolitischen Lagebeurteilung hat die Nationalbank ihren kurzfristigen Ausblick fĂŒr die Teuerung leicht nach oben genommen. Gleichwohl geht sie fĂŒr das laufende Jahr weiter von fallenden Preisen aus. „Die Inflationsrate dĂŒrfte 2021 wieder knapp positiv werden“, erklĂ€rt die SNB. Dabei unterstellt sie einen unverĂ€nderten Leitzins von -0.75%. Auch von der Bereitschaft, falls erforderlich am Devisenmarkt zu intervenieren, weicht das Direktorium um PrĂ€sident Thomas Jordan nicht ab. Als BegrĂŒndung verweisen die WĂ€hrungshĂŒter auf den ihrer Meinung nach anhaltend hoch bewerteten Schweizer Franken. (Quelle: SNB, Medienmitteilung, 24.09.2020)

Mit ihrer Lagebeurteilung reiht sich die SNB einmal mehr in den expansiven Kurs von US-Notenbank und EZB ein. Was zeigt, dass sich die Investoren in diesen unsicheren Zeiten mehr denn je auf die UnterstĂŒtzung von Seiten der Geldpolitik verlassen können.

US-Wahlen: Umfragewerte Joe Biden und Donald Trump 2020 (Angaben in %)*

Stand: 27.09.2020; Quelle: Statista, RealClearPolitics
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
29.09.2020 14:00 DE Konsumentenpreise September 2020
29.09.2020 15:00 US CaseShiller HĂ€userpreisindex Juli 2020
30.09.2020 k.A. CH Sika Capital Markets Day
30.09.2020 08:00 DE DetailhandelsumsÀtze August 2020
30.09.2020 09:00 CH KOF Konjunkturbarometer September 2020
30.09.2020 10:00 CH ZEW Index September 2020
30.09.2020 10:00 DE Volkswagen Generalversammlung
30.09.2020 11:00 EZ Konsumentenpreise September 2020
30.09.2020 14:15 US ADP Arbeitsmarktbericht September 2020
30.09.2020 15:45 US Chicago Einkaufsmanagerindex September 2020
01.10.2020 08:30 CH DetailhandelsumsÀtze August 2020
01.10.2020 08:30 CH Konsumentenpreise September 2020
01.10.2020 09:30 CH Einkaufsmanagerindex September 2020
01.10.2020 11:00 EZ Produzentenpreise August 2020
01.10.2020 14:30 US Konsumausgaben August 2020
01.10.2020 16:00 US ISM Einkaufsmanagerindex Industrie September 2020
02.10.2020 08:00 DE Industrieproduktion August 2020
02.10.2020 14:30 US Offizieller Arbeitsmarktbericht September 2020

Stand: 28.09.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Der Blick geht nach vorne

Langsam aber sicher geht das Börsenjahr 2020 auf die Zielgeraden. Gerade einmal fĂŒnf vollstĂ€ndige Handelswochen stehen noch aus.

Alle Augen auf Joe Biden

Nach einer tagelangen HĂ€ngepartei ist die Entscheidung gefallen: Joe Biden verfĂŒgt ĂŒber die nötige Zahl von mindestens 270 Wahlleuten.

Eine Woche der Wahrheit

Nach einem durch die Corona-Pandemie stark beeintrÀchtigten Wahlkampf ist es am morgigen Dienstag, 3. November 2020, endlich soweit: Die Vereinigten Staaten bestimmen ihren nÀchsten PrÀsidenten.

Konfrontation auf offener BĂŒhne2020-10-14T07:46:31+00:00
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