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Geld- und Realpolitik im Fokus

KeyInvest Blog

14. September 2020 – UBS Thema im Fokus

Geld- und Realpolitik im Fokus

Mit der jĂŒngsten Sitzung der EuropĂ€ischen Zentralbank ist die geldpolitische Sommerpause zu Ende gegangen. Wie erwartet hat die EZB weder am Leitzins noch beim Pandemie-Anleihenprogramm PEPP Änderungen vorgenommen. Notenbank-PrĂ€sidenten Christine Lagarde untermauerte jedoch die Bereitschaft, den Kurs falls nötig zu verĂ€ndern. „Wir werden nicht zögern, die Instrumente so passend und angemessen zu nutzen, wie es erforderlich ist“, erklĂ€rte die Französin. Gleichzeitig sprach sie von einer „starken Erholung“ der WirtschaftsaktivitĂ€ten seit der EZB-Sitzung im Juli 2020. In ihrem aktualisierten Ausblick rechnet die Zentralbank fĂŒr 2020 mit einem RĂŒckgang des Bruttoinlandsprodukts von 8.0 Prozent. Zuvor hatte sie in der Eurozone einen Konjunktureinbruch von 8.7 Prozent erwartet. SorgfĂ€ltig beobachtet die EZB laut Lagarde den Eurokurs – gegenĂŒber dem US-Dollar wertete die EinheitswĂ€hrung seit Mitte Mai um nahezu ein Zehntel auf (siehe Grafik).* Diese Entwicklung erschwert die GeschĂ€fte der Exportwirtschaft und hat zudem Folgen fĂŒr die Inflationserwartungen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 10.09.2020)

Fed plant Strategieschwenk

Die jĂŒngste Entwicklung an den DevisenmĂ€rkten dĂŒrfte auch beim Treffen der US-Notenbank eine Rolle spielen. Morgen kommt der Offenmarktausschuss zu einem zweitĂ€gigen Treffen zusammen. Am Mittwochabend unserer Zeit veröffentlicht das Gremium die aktuelle Beschlusslage. Anschliessend meldet sich Fed-PrĂ€sident Jerome Powell an einer Medienkonferenz zu Wort. Dann könnte der oberste WĂ€hrungshĂŒter der USA weitere Details zum kĂŒrzlich angekĂŒndigten Strategieschwenk erlĂ€utern. Im Rahmen des wegen Corona virtuell ausgetragenen Wirtschaftssymposiums von Jackson Hole hatte Powell erklĂ€rt, zukĂŒnftig der Lage am Arbeitsmarkt oberste PrioritĂ€t einzurĂ€umen. Dagegen möchte sich das Fed beim Erreichen des Inflationszieles von zwei Prozent mehr Spielraum geben. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 27.08.2020)

EuropÀischer Dauerclinch

BeschĂ€ftigen dĂŒrfte die MĂ€rkte in der neuen Woche einmal mehr das Thema Brexit. Die Verhandlungen zwischen der EU und Grossbritannien um die zukĂŒnftigen Handelsbeziehungen stecken mehr denn je in der Sackgasse. Zuletzt hat der britische Premierminister Boris Johnson angekĂŒndigt, in einem geplanten Gesetz zum Binnenhandel die mit BrĂŒssel vereinbarten Ausstiegsbedingungen zum Teil ignorieren zu wollen. Wenig ĂŒberraschend pocht die EU auf Vertragstreue. Gleichzeitig treibt die Union nach Angaben ihres ChefunterhĂ€ndlers Michel Barnier die Planspiele fĂŒr einen harten Brexit per Ende Jahr voran. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 11.09.2020) WĂ€hrenddessen konnten an der europĂ€ischen Börsen neben DAXÂź und EURO STOXX 50Âź auch der SMIÂź in der vergangenen Woche zulegen.*

Unternehmen prÀsentieren virtuell

In einer nach dem Ende der Berichtssaison auf der Unternehmensseite eher nachrichtenarmen Zeit findet am Donnerstag und Freitag die „UBS Best of Switzerland Conference 2020“ statt. Corona-bedingt wird die 23. Auflage dieses viel beachteten Anlasses virtuell ausgetragen. Gleichwohl erwarten die Teilnehmer spannende VortrĂ€ge. An der Konferenz sind sowohl Large Caps wie Roche oder Swisscom als auch Unternehmen aus der zweiten Börsenreihe vertreten. Unter anderem stehen PrĂ€sentationen der SMIMÂź-Mitglieder Flughafen ZĂŒrich und Sonova auf der Agenda.

EUR/USD (5 Jahre, Angaben in USD je EUR)*

Stand: 14.09.2020; Quelle: Bloomberg
*Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
14.09.2020 11:00 EZ Industrieproduktion Juli 2020
15.09.2020 07:00 CH Helvetia Semesterzahlen
15.09.2020 08:30 CH Produzenten-/Importpreise August 2020
15.09.2020 11:00 DE ZEW Index September 2020
15.09.2020 15:15 US Industrieproduktion August 2020
16.09.2020 14:30 US Detailhandelsumsatz August 2020
16.09.2020 20:00 US Fed Zinsentscheidung
17.09.2020 08:00 CH Handelsbilanz August 2020
17.09.2020 08:00 DE KFZ-Neuzulassungen Juli 2020
17.09.2020 11:00 EZ Bauproduktion Juli 2020
17.09.2020 14:30 US Baugenehmigungen August 2020
17.09.2020 14:30 US Philly Fed Index September 2020
18.09.2020 16:00 US Uni Michigan Verbrauchervertrauen September 2020

Stand: 14.09.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Geld- und Realpolitik im Fokus2020-09-14T14:22:17+00:00

Die Qual mit der Wahl

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7. September 2020 – UBS Thema im Fokus

Die Qual mit der Wahl

US PrÀsidentschaftswahlen

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen. Aktuellen Umfragen zufolgen liegt Herausforderer Joe Biden 7.2 Prozentpunkte vor dem amtierenden Donald Trump. (Quelle: Realclearpolitics.com, Stand: 04.09.2020) Allerdings blĂ€st der Republikaner mit einer schier pausenlosen öffentlichen PrĂ€senz zur Aufholjagd. Dies zum Teil mit Erfolg: In den sogenannten Swing States, worunter man jene Bundesstaaten versteht, in denen es regelmĂ€ssig zu engen Wahlergebnissen zwischen Demokraten und Republikanern kommt, hat der US-PrĂ€sident aufgeholt. Der Vorsprung hat sich seit dem 17. August von 4.3 auf 2.7 Prozent verringert. (Quelle: Focus, Medienbericht, 02.09.2020) Damit steht fest: die Ungewissheit des Urnengang im November wird die FinanzmĂ€rkte weiterhin beschĂ€ftigen.

Japan: Nachfolger gesucht

Bereits sicher zu einem Machtwechsel kommt es schon bald in Japan. Nachdem MinisterprĂ€sident Shinzo Abe aus gesundheitlichen GrĂŒnden seinen Posten rĂ€umen muss, bringen sich potenzielle Nachfolger in Stellung. Gute Aussichten hat Abes langjĂ€hriger WeggefĂ€hrte Yoshihide Suga. Dieser bewirbt sich fĂŒr den Vorsitz der Liberaldemokratischen Partei LDP bei der Wahl am 14. September. Augrund der LDP-Mehrheit im Parlament steht theoretisch fest, dass der neue LDP-Chef auch Abes Erbe antreten wird. Suga möchte die seit Jahren bestehende Wirtschaftspolitik „Abenomics“, die fĂŒr eine aktive Wirtschaftsförderung aus lockerer Geldpolitik, hohen Staatsausgaben und Reformen steht, weiter vorantreiben. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 02.09.2020) Den Börsen könnte das gefallen: Der Nikkei 225 hat seit der EinfĂŒhrung von „Abenomics“ im Jahr 2012 mehr als 150 Prozent zugelegt.*

Deutschland: Geplanter Abgang

Auch Deutschland steht kurz vor einem Wechsel an der Spitze. Seit 2005 fĂŒhrt die 66-jĂ€hrige Angela Merkel, das Land an. Danach ist aber definitiv Schluss: sie bewirbt sich nicht fĂŒr eine fĂŒnfte Amtszeit. Langweilig dĂŒrfte ihr in den letzten Monaten aber nicht werden: Corona-Pandemie, Wirtschaftsabschwung sowie kriselnde Automobilhersteller sorgen fĂŒr einen vollen Terminkalender. FĂŒr letztgenannte Branche wird es bereits in dieser Woche spannend. FĂŒr den 8. September lĂ€dt Merkel zum vierten Mal zur „Konzertierten Aktion MobilitĂ€t“ ein. Mit dabei sind die Chefs der deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW und der großen Autozulieferer sowie der Verband der Automobilindustrie (VDA). (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 07.09.2020)

ZurĂŒck zur NormalitĂ€t

Aber nicht nur das geplante Treffen in dieser Woche dĂŒrfte die Auto-Aktien wieder in den Fokus der Anleger bringen, auch zeigte sich zuletzt Licht am Horizont. „Das Marktgeschehen hat sich deutlich stabilisiert“, sagte jĂŒngst Daimler-Vorstandschef Ola KĂ€llenius mit Blick auf den Absatz von Mercedes-Benz. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 02.09.2020) Der Aktienkurs von Daimler befindet sich ebenfalls auf Erholungskurs und liegt „nur“ noch rund 12 Prozent unter dem Aktienkurs seit Jahresbeginn. Damit schneidet Daimler etwas besser ab als die Konkurrenten BMW und VW.* Der noch bis 16. September in Zeichnung stehende Kick-In GOAL auf Daimler (Symbol: KHEDDU) schafft in einer SeitwĂ€rtsfahrt eine Rendite von 7.75 Prozent p.a. Die Barriere befindet sich bei 65.00 Prozent des Startwertes.**

EZB im Fokus

Neben dem Blick auf die mĂ€chtigen Staatschefs rund um den Globus werden Marktteilnehmer in dieser Woche vor allem der EZB ihre Aufmerksamkeit schenken, die sich aus ihrer Sommerpause zurĂŒckmeldet. Markteilnehmer gehen nicht davon aus, dass die WĂ€hrungshĂŒter den Leitzins oder das Pandemie-Anleihenkaufprogramm PEPP anfassen werden. Erst im kommenden Jahr könnte dies Experten zufolge ausgedehnt werden. Vielmehr dĂŒrfte die Notenbank ihre Konjunkturprognose erneuern und sich zu dem zuletzt erstarkten Euro Ă€ussern. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 04.09.2020) Die GemeinschaftswĂ€hrung verteuerte sich in den vergangenen drei Monaten um 4.5 Prozent gegenĂŒber dem US-Dollar.*

Daimler (5 Jahre, Angaben in EUR)

Quelle: Thomson Reuters
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen fĂŒr kĂŒnftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Konjunkturtermine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
08.09.2020 01:50 JP Bruttoinlandsprodukt 2. SchÀtzung
08.09.2020 08:00 DE Handelsbilanz
08.09.2020 11:00 EZ Bruttoinlandsprodukt 2. SchÀtzung
09.09.2020 03:30 CN Verbraucherpreisindex
09.09.2020 07:45 CH Arbeitslosenquote
10.09.2020 13:45 EZ EZB Zinssatzentscheidung
10.09.2020 14:30 US ErstantrĂ€ge ArbeitslosenunterstĂŒtzung
11.09.2020 08:00 DE Verbraucherpreisindex
11.09.2020 14:30 US Verbraucherpreisindex

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 04.09.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Die Qual mit der Wahl2020-09-07T13:22:24+00:00

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

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1. September 2020 – UBS Thema im Fokus

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird. In diesem Jahr wĂ€re aufgrund der Ausnahmesituation durch Corona das Befolgen des ersten TeilstĂŒcks des Sprichwortes falsch gewesen, denn die AktienmĂ€rkte haussieren seit Monaten.* Wie es nun um den zweiten Abschnitt der These bestellt ist, wird sich ab dieser Woche offenbaren. Besonders wichtig fĂŒr eine weitere positive Stimmung ist, dass sich die weltweite Konjunkturerholung fortsetzt. Daher werden Börsianer diese Woche den Nachrichtenticker mit Argusaugen verfolgen. In den kommenden Tagen steht nĂ€mlich die Veröffentlichung einer ganzen Reihe von Indikatoren an.

Flut an Wirtschaftsdaten

Bei der EinschĂ€tzung der weiteren konjunkturellen Entwickelung spielen die Einkaufsmanagerindizes eine wichtige Rolle. Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag veröffentlichte die China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) ihre Daten fĂŒr den Produktionssektor. Mit 51.0 lag das Ergebnis leicht unter den erwarteten 51.2. (Quelle: CNBC, Medienbericht, 31.08.2020) Am Dienstag steht dann der entsprechende ISM-Index fĂŒr das verarbeitende Gewerbe in den USA fĂŒr den August an. Prognostiziert wird laut Thomson Reuters ein Wert von 54.5. Am gleichen Tag veröffentlicht auch der britische Anbieter Markit die Einkaufsmanagerindizes fĂŒr Europa und die USA. Die entsprechenden DatensĂ€tze fĂŒr den Dienstleistungsbereich stehen wiederum am Donnerstag auf der Agenda. Beim ISM-Non-Manufacturing-Index erwarten Ökonomen nach Angaben von Thomson Reuters im Mittel 57.0 Punkte. Ein Wert ĂŒber 50 ZĂ€hler impliziert eine aufstrebende WirtschaftsaktivitĂ€t.

Neue Fed-Strategie

Die Ergebnisse werden zeigen, ob sich die Wirtschaft weiter erholt und die AktienmĂ€rkte ihre nötige UnterstĂŒtzung bekommen. Denn auch in der vergangenen Woche ging die AufwĂ€rtsfahrt munter weiter. Der S&P 500 gewann 3.2 Prozent, der EURO STOXX 50 rund die HĂ€lfte davon.* Angetrieben wurden die Kurse zuletzt auch von einem Strategiewechsel des Fed. Die US-Notenbank hat am vergangenen Donnerstag auf ihrer Sitzung angekĂŒndigt, einen grösseren Fokus auf den Arbeitsmarkt zu legen sowie das Inflationsziel von zwei Prozent deutlich flexibler zu betrachten als bisher. Sowohl eine höhere Teuerung als auch ein boomender Arbeitsmarkt sind somit nicht mehr zwingend ein Grund, die Zinsen zu erhöhen. Folglich bereitet Fed-Chef Jerome Powell die MĂ€rkte auf dauerhaft niedrige Zinsen vor, selbst wenn sich die Konjunktur lĂ€ngst wieder erholt hat. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 27.08.2020)

Bereits in der laufenden Woche werden aufschlussreiche Arbeitsmarktdaten aus den USA erwartet. Am Donnerstag laufen wie gewohnt die wöchentlichen ErstantrĂ€ge auf ArbeitslosenunterstĂŒtzung ĂŒber den Ticker. Einen Tag spĂ€ter stehen die Arbeitsmarktzahlen fĂŒr den August an. Experten prognostizieren im Durchschnitt 1.55 Millionen neue Stellen ausserhalb der Landwirtschaft nach zuletzt 1.76 Millionen. Damit zeigt die Kurve des von Corona gebeutelten Jobmarkts zwar weiter nach oben, allerdings wĂŒrden demzufolge nicht so viele Stellen aufgebaut wie in den beiden Vormonaten. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 28.08.2020)

Virus-Update

Apropos Corona, ohne die derzeit kaum eine Berichterstattung auskommt. Zwar steigen die Infektionszahlen immer noch stark an, gleichzeitig melden aber auch die Pharmakonzerne weitere Fortschritte. Der französische Pharmakonzern Sanofi, der gemeinsam mit GlaxoSmithKline einen Impfstoff gegen Covid-19 sucht, kommt besser voran als erwartet. Nach den jĂŒngsten Daten sei das Vertrauen in den Erfolg seiner Impfstoffkandidaten gestiegen, liess Konzernchef Paul Hudson wissen. Im September soll bereits mit breit angelegten klinischen Tests gestartet werden. Dem CEO zufolge könnte Sanofi im kommenden Jahr sogar ĂŒber zwei Impfstoffe verfĂŒgen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 28.08.2020) Derweil hat der US-Biotechkonzern Moderna einen neuen Abnehmer fĂŒr seinen Impfstoffkandidaten gefunden. Das Unternehmen fĂŒhrt GesprĂ€che mit Japan ĂŒber die Lieferung von mindestens 40 Millionen Dosen des potenziellen Corona-Impfstoffs, der sich bereits in der Endphase der klinischen Entwicklung befindet. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 28.08.2020)

Ein bedingt teilgeschĂŒtzte Anlage in die Gesundheitsindustrie bietet der vor rund drei Monaten emittierte Callable Kick-In GOAL (Symbol: KGNWDU) auf Bayer, Merck & Co. und Sanofi. Der aktuell Worst-Performer Bayer ist immerhin noch 40.6 Prozent von der Barriere entfernt. Die Renditechance belĂ€uft sich auf attraktive 14.15 Prozent (10.88 Prozent p.a.).

Bayer vs. Merck & Co. vs. Sanofi

(5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Umbasierung auf 100%)

Quelle: Thomson Reuters
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen fĂŒr kĂŒnftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
31.08.2020 03:00 CN PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
31.08.2020 08:30 CH EinzelhandelsumsÀtze
31.08.2020 14:00 DE Verbraucherpreisindex
01.09.2020 09:30 CH SWME Einkaufsmanagerindex
01.09.2020 11:00 EZ Verbraucherpreisindex
01.09.2020 15:45 US Markit PMI Herstellung
01.09.2020 16:00 US ISM verarbeitendes Gewerbe
02.09.2020 08:00 DE EinzelhandelsumsÀtze
02.09.2020 20:00 US Fed Beige Book
03.09.2020 08:30 CH Verbraucherpreisindex
03.09.2020 10:00 EZ Markit PMI Gesamtindex
03.09.2020 11:00 EZ EinzelhandelsumsÀtze
03.09.2020 14:30 US ErstantrĂ€ge ArbeitslosenunterstĂŒtzung
03.09.2020 15:45 US Markit PMI Gesamtindex
03.09.2020 16:00 US ISM nicht-verarbeitendes Gewerbe
04.09.2020 14:30 US Arbeitslosenquote
04.09.2020 14:30 US BeschÀftigung ausserhalb der Landwirtschaft

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 28.08.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor2020-09-01T10:27:32+00:00

Mögen die Spiele beginnen

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24. August 2020 – UBS Thema im Fokus

Mögen die Spiele beginnen

In der Antike war diese Losung der Startschuss fĂŒr spektakulĂ€re GladiatorenkĂ€mpfe. Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

In die erste Kategorie fĂ€llt die US-PrĂ€sidentschaftswahl im November. Die Demokraten schickten vergangene Woche mit Joe Biden nun offiziell ihren Kandidaten fĂŒr das Weisse Haus ins Rennen. Zusammen mit Vize Kamala Harris soll der 77-jĂ€hrige den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump am 3. November in den Ruhestand schicken. Schon in der Vergangenheit haben sich Biden und Trump hitzige Schlagabtausche geliefert. Diese dĂŒrften in naher Zukunft an Frequenz zunehmen. Offiziell sind derzeit drei Rededuelle zur Wahl 2020 angesetzt, die erste öffentliche Debatte soll am 29. September stattfinden. Umfragen zufolge liegt Herausforderer Biden zwar bereits seit Monaten vorne, allerdings muss dies keine Garantie fĂŒr den Ausgang des Urnengangs seins. In der US-Wahl 2016 hatten sich die Meinungsforscher mit ihren Prognosen geirrt. (Quelle: Realclearpolitics.com, 21.09.2020)

„Never ending storys“

Wichtige Entscheidungen könnten in den kommenden Tagen zudem im Handelsstreit zwischen den USA und China anstehen. Eigentlich war fĂŒr den vergangenen Samstag ein Zusammentreffen geplant. Dabei sollte die Entwicklung des Anfang des Jahres besiegelten „Phase-1-Handelsabkommen“ zwischen den beiden MĂ€chten eingeschĂ€tzt werden. Aufgrund Terminprobleme kam es aber zu einer Verschiebung. Laut dem chinesischen Handelsministerium sollen die Verhandlungen nun „in den kommenden Tagen“ stattfinden. Wann immer es jetzt zu einer Begegnung kommt, einfache GesprĂ€che dĂŒrften es nicht werden. Denn wĂ€hrend die USA mit drohenden Sanktionen gegen Unternehmen wie die chinesische Videoplattform TikTok fĂŒr VerĂ€rgerung in Peking sorgen, stösst das Verhalten Chinas in Hongkong dem Weissen Haus sauer auf. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 20.08.2020)

Eine ebenfalls „Never ending story“ scheint der Konflikt zwischen der EU und Grossbritannien zu sein. Obwohl es bis spĂ€testens Ende Oktober eine Vereinbarung geben muss, damit der Ratifizierungsprozess rechtzeitig abgeschlossen werden kann, herrscht Stillstand bei den Brexit-Verhandlungen. EU-UnterhĂ€ndler Michel Barnier Ă€usserte sich „enttĂ€uscht, besorgt und auch ĂŒberrascht“, dass auch bei der jĂŒngsten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche wieder keine bedeutenden Fortschritte gemacht wurden. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 21.08.2020)

Top-Thema Corona

„Trump vs. Biden“, „USA vs. China“ und „EU vs. Grossbritannien“ sind aber nicht die einzigen Konfrontationen, welche die Börsen derzeit beschĂ€ftigen. „Pharma gegen Corona“ ist ein ebenso wichtiges Duell. Denn ein baldiger Impfstoff gegen das Virus könnte entscheidende Auswirkungen ĂŒber den weiteren Konjunkturverlauf haben. Rund um den Erdball gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO aktuell 169 Corona-Impfstoffprojekte. Davon befinden sich 30 in der klinischen Erprobung an Menschen und acht sogar in der abschliessenden Phase-3. Es könnte gut sein, dass bald erste Wirkstoffe auf den Markt kommen. Die deutsche Biotech-Schmiede Biontech plant bei positiven Studienergebnissen bereits im Oktober mit einem Zulassungsantrag fĂŒr seinen Impfstoff. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 21.08.2020) Medienberichten zufolge erwĂ€gt zudem die US-Regierung, das Zulassungsverfahren fĂŒr einen Impfstoffkandidaten des Pharmakonzerns AstraZeneca fĂŒr den Einsatz in den USA zu beschleunigen, um diesen noch vor den Wahlen einsetzen zu können. Einen Erfolg gibt es bei der Behandlung der Krankheit zu vermelden: Die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA hat neu den Notfall-Einsatz einer auf Blutplasma basierten Methode zugelassen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 23.08.2020)

Wirtschaftliche Erholung

Derartige Meldungen sorgen unter den Marktteilnehmern fĂŒr eine steigende Zuversicht, dass die Konjunkturampeln wieder auf GrĂŒn schalten. Ökonomen trauen der US-Wirtschaft nach der Corona-Rezession gegenwĂ€rtig sogar eine schnellere Wende als bislang zu. FĂŒr das laufende Sommerquartal sagen die aktuell mehr als 110 von Reuters befragten Volkswirten ein auf das Jahr hochgerechnetes BIP-Wachstum von 18.8 Prozent voraus, im Juli waren sie noch von 17.8 Prozent ausgegangen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 21.08.2020) Anleger sind erfreut: Der S&P 500 sowie die Technologiebörse Nasdaq markierten in der vergangenen Woche neue Bestmarken.*

Termine

Zahlreiche Indikatoren gewĂ€hren in der neuen Woche Einblick ĂŒber die derzeitige Verfassung der Konjunktur. Insbesondere die Veröffentlichung des Chicago Einkaufsmanagerindex (Erwartungswert: 52.8) sowie des Reuters/Uni Michigan Verbrauchervertrauens (Erwartungswert: 72.8) am Freitag stehen im Zentrum des Geschehens. Aber auch hier in der Schweiz steht mit dem KOF Leitindikator (Erwartungswert: 90.0) ein wichtiger ökonomischer Anzeiger an. Zudem werden die BIP-Zahlen fĂŒr das zweite Quartal bekannt gegeben. Prognostiziert wird ein Minus von 8.5 Prozent. FĂŒr zusĂ€tzlichen GesprĂ€chsstoff dĂŒrfte in der kommenden Woche der Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex sorgen, bei dem ein leichtes Plus erwartet wird. Von Seitens der Unternehmen ist dagegen nur noch wenig zu erwarten, die Berichtssaison neigt sich dem Ende zu.

Umfrageergebnisse US-Wahl 2020: Trump vs. Biden

(Durchschnittlicher Stimmenanteil der beiden PrÀsidentschaftskandidaten in Prozent)

Quelle: Realclearpolitics.com, Stand: 21.08.2020
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
25.08.2020 10:00 DE ifo GeschÀftsklimaindex
25.08.2020 15:00 US S&P/Case-Shiller Hauspreisindex
25.08.2020 16:00 US Verbrauchervertrauen
26.08.2020 14:30 US Auftragseingang langlebiger GĂŒter
27.08.2020 07:45 CH BIP 2. Quartal
27.08.2020 14:30 US ErstantrĂ€ge ArbeitslosenunterstĂŒtzung
27.08.2020 16:00 US Fed Powell Rede
28.08.2020 01:30 JP Verbraucherpreisindex
28.08.2020 08:00 DE Gfk Verbrauchervertrauen
28.08.2020 09:00 CH KOF Leitindikator
28.08.2020 11:00 EZ Verbrauchervertrauen
28.08.2020 15:45 US Chicago Einkaufsmanagerindex
28.08.2020 16:00 US Reuters/Uni Michigan Verbrauchervertrauen

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 21.08.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Mögen die Spiele beginnen2020-08-24T13:26:32+00:00

Zwischen Hoffen und Bangen

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17. August 2020 – UBS Thema im Fokus

Zwischen Hoffen und Bangen

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich in diesem Jahr ein deutscher Club die Krone im europĂ€ischen Vereinsfussball sichert. RB Leipzig und Bayern MĂŒnchen haben sich fĂŒr die Halbfinals der Champions League qualifiziert. Morgen und am Mittwoch treffen sie dabei auf Paris Saint-Germain respektive Olympique Lyon. Eine gute Figur gibt Deutschland momentan auch im europĂ€ischen Börsenranking ab. Auf Sicht von drei Monaten gewann der DAXÂź 23.3 Prozent an Wert. Damit erzielte der Benchmark gegenĂŒber dem marktbreiten STOXXÂź Europe 600 Index ein Outperformance von mehr als zehn Prozentpunkten.*

FĂŒr Schwung sorgen die Zykliker. Beispielsweise steht fĂŒr Siemens auf Dreimonatssicht ein Plus von 35 Prozent zu Buche. Sogar um mehr als die HĂ€lfte hat sich der Börsenwert des Autobauers Daimler im selben Zeitraum ausgedehnt.* WĂ€hrend der Industriekonzern und ABB-Konkurrent von der Hoffnung auf eine rasche Konjunkturerholung profitiert, schoben den Fahrzeugsektor die neuesten Zahlen aus China an. Im Reich der Mitte wurden im Juli 16.4 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Damit meldete Peking den vierten Anstieg nacheinander. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 11.08.2020)

Direkte Partizipation

Ein unrĂŒhmliches DAX-Kapitel geht in der neuen Woche zu Ende. Am Freitag wird der nach einem Bilanzskandal abgestĂŒrzte Zahlungsdienstleister Wirecard den deutschen Leitindex verlassen. Zwei Tage zuvor gibt die Deutsche Börse den Nachfolger bekannt. Als Favorit gilt Delivery Hero. Der Online-Essenslieferant erfĂŒllt in der massgeblichen Rangliste die Kriterien fĂŒr einen Indexaufstieg. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 13.08.2020) Vor der anstehenden Rochade ist der DAXÂź daran gescheitert, die runde Marke von 13’000 Punkten zu ĂŒberwinden. Mit einem ETT (ETDAX)** können Anleger darauf setzen, dass dieses Unterfangen ĂŒber kurz oder lang gelingt. Das Strukturierte Produkt bildet den deutschen Leitindex ohne Laufzeitbegrenzung ab. Allerdings ist der ETT nicht kapitalschĂŒtzt, es kommt also zu Verlusten, wenn der zugrundeliegende Index fĂ€llt.

Vor dem Wochenende bremste die Sorge vor einer verstĂ€rkten Ausbreitung des Coronavirus den europĂ€ischen Aktienmarkt etwas aus. Unter anderem meldete Spanien mehr Neuinfektionen. Deutschland reagierte darauf mit einer Reisewarnung fĂŒr das Festland sowie die Balearen-Inseln. Schon zuvor hatte Österreich vor Reisen nach Kroatien gewarnt und Grossbritannien eine QuarantĂ€nepflicht fĂŒr RĂŒckkehrer aus Frankreich und einigen weiteren Staaten verhĂ€ngt. Frankreich wiederum kĂŒndigte vergleichbare Massnahmen fĂŒr Grossbritannien-Reisende an und erklĂ€rte zudem Paris wieder zum Hochrisiko-Gebiet (Quelle: Thomson Reuters, Medienberichte, 14.08.2020)

Viel beachtete Stimmungsbilder

Die jĂŒngsten Meldungen stellen vor allem fĂŒr den Tourismussektor einen herben RĂŒckschlag dar. Gleichzeitig gefĂ€hrden sie die zuletzt aufkeimende Konjunkturhoffnung. DiesbezĂŒglich könnten in der neuen Woche die Einkaufsmanagerindizes die weitere Richtung vorgeben. Markit veröffentlicht am Freitagvormittag unter anderem die jĂŒngsten Umfrageergebnisse fĂŒr die Eurozone. Laut Reuters gehen Ökonomen im Schnitt davon aus, dass der Einkaufsmanagerindex fĂŒr Industrie und Dienstleister (Composite) im August 54.7 Punkte erreicht. Damit wĂŒrde er zwar gegenĂŒber dem Vormonat um einen Tick nachgeben. Allerdings befĂ€nde sich die Eurozone weiter deutlich ĂŒber der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Bereits am Donnerstag erfahren die MĂ€rkte neue Details zu den Folgen der Corona-Krise fĂŒr die Schweizer Wirtschaft. Um 8:30 Uhr veröffentlicht das BfS die aktuelle Produktions-, Auftrags- und Umsatzstatistik fĂŒr Industrie und Baugewerbe. Am Auslaufen ist die Berichtssaison. Aus dem SMIÂź legen an den kommenden Tagen nur noch Geberit und Alcon die Zwischenberichte vor.

DAXÂź Performance Index (5 Jahre, Angaben in EUR)*

Stand: 14.08.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
18.08.2020 07:00 CH Geberit Quartalszahlen
18.08.2020 07:00 CH PSP Swiss Property Quartalszahlen
18.08.2020 13:00 US Walmart Quartalszahlen
18.08.2020 14:30 US Baugenehmigungen Juli 2020
18.08.2020 14:30 US Home Depot Quartalszahlen
19.08.2020 k.A. CH Alcon Quartalszahlen
19.08.2020 k.A. CH Implenia Semesterzahlen
19.08.2020 k.A. CH Zur Rose Semesterzahlen
19.08.2020 08:00 GB Konsumentenpreise Juli 2020
20.08.2020 01:00 US Nvidia Quartalszahlen
20.08.2020 08:00 CH Handelsbilanz Juli 2020
20.08.2020 08:00 DE GfK Verbrauchervertrauen September 2020
20.08.2020 08:00 DE Produzentenpreise Juli 2020
20.08.2020 08:30 CH Industrieproduktion 2. Quartal 2020
20.08.2020 09:30 DE CTS Eventim Quartalszahlen
20.08.2020 14:30 US Philly Fed Index August 2020
21.08.2020 07:00 CH Flughafen ZĂŒrich Semesterzahlen
21.08.2020 09:30 DE Einkaufsmanagerindex August 2020
21.08.2020 10:00 EZ Einkaufsmanagerindex August 2020
21.08.2020 10:30 GB Detailhandelsumsatz Juli 2020
21.08.2020 10:30 GB Einkaufsmanagerindex August 2020
21.08.2020 16:00 US Verkauf bestehender HĂ€user Juli 2020

Stand: 17.08.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Zwischen Hoffen und Bangen2020-08-17T09:05:45+00:00

Trotz Gegenwind auf Rekordkurs

KeyInvest Blog

10. August 2020 – UBS Wochenkommentar RĂŒck-/Ausblick

Trotz Gegenwind auf Rekordkurs

Nach dem massiven Einbruch wĂ€hrend des Corona-Lockdowns geht die Erholung am US-Arbeitsmarkt weiter. Im Juli wurden in den Staaten ausserhalb der Landwirtschaft knapp 1.8 Millionen neue Stellen geschaffen. Analysten hatten mit 1.6 Millionen zusĂ€tzlichen Jobs gerechnet. Allerdings zeigt der vom Arbeitsministerium publizierte „Nonfarm-Payrolls“-Report auch, dass sich das Wachstum verlangsamt. FĂŒr den Juni hatte Washington noch einen rekordhohen BeschĂ€ftigungszuwachs von knapp 4.8 Millionen ArbeitsplĂ€tzen gemeldet.

Noch trennt den US-Arbeitsmarkt ein gutes StĂŒck vom Vorkrisenniveau. Per Ende Juli waren 9.3 Millionen von insgesamt 22 Millionen zwischen Februar und April weggefallenen Stellen zurĂŒck in der Statistik. Im Juli haben sich die mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft einhergehenden Einstellungen noch einmal positiv auf den Arbeitsmarktbericht ausgewirkt. Experten sind bis vor dem Wochenende davon ausgegangen, dass dieser Effekt nun zum letzten Mal gewirkt hat. Das galt umso mehr, da die im Zuge der Pandemie beschlossenen Erhöhung der Arbeitslosenhilfe vor kurzem ausgelaufen ist. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 07.08.2020)

Umstrittener Vorstoss

Doch nun hat sich an dieser Stelle etwas getan. Zwei Wochen lang hatten Demokraten und Republikaner versucht, sich auf ein neues Corona-Paket zu verstĂ€ndigen. Am Freitag mussten beide Seiten einrĂ€umen, noch sehr weit voneinander entfernt zu sein. Einen Tag spĂ€ter legte Donald Trump vor: An einer Live-Übertragung im Fernsehen unterzeichnete er mehrere Dekrete. Neben Erleichterungen bei der Lohnsteuer veranlasste der Republikaner einen Mieterschutz. DarĂŒber hinaus gab Trump eine neue Zusatzarbeitslosenhilfe von 400 US-Dollar pro Woche bekannt. Allerdings blieb zunĂ€chst unklar, ob der PrĂ€sident ĂŒberhaupt die Befugnis hat, Gelder auf diese Weise frei zu geben. GemĂ€ss der US-Verfassung obliegt die Hoheit ĂŒber Steuern und Staatsfinanzen dem Kongress. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 08.08.2020)

Man darf gespannt sein, wie die Wall Street auf die jĂŒngsten Ereignisse reagiert. Anfang August ging die Rekordjagd trotz der bestehenden Unsicherheiten weiter. Der S&P 500Âź Index legte in der ersten Handelswoche des Monats um 2.5% zu. Jetzt trennen den Benchmark nur noch gut 40 ZĂ€hler vom Allzeithoch. Noch nĂ€her ist die Total Return-Variante des US-Leitbarometers an die historische Bestmarke herangerĂŒckt. In die Berechnung des S&P 500Âź TR Index fliessen die Dividendenzahlungen der enthaltenen Unternehmen mit ein. Aus diesem Grund schneidet er im langfristigen Vergleich besser ab, als der Preisindex (siehe Grafik).* Mit einem ETT (Symbol: ETSPX)** können Anleger darauf setzen, dass nach dem Technologiebarometer NASDAQ-100Âźauch beim S&P 500Âź TR Index die Rekordglocke ertönt.

Berichtssaison auf der Zielgeraden

Neben der Politik könnten mehrere Konjunkturindikatoren in der neuen Woche das Börsengeschehen beeinflussen. In den USA werden unter anderem am Mittwoch die Konsumentenpreise publiziert. Am Freitag folgen die jĂŒngsten DetailhandelsumsĂ€tze, das Verbrauchervertrauen der UniversitĂ€t Michigan sowie die Industrieproduktion. Den letztgenannten Indikator legen an den kommenden Tagen auch die Eurozone, Grossbritannien sowie China vor. Vor allem auf dem alten Kontinent hat auch die Berichtssaison noch einiges zu bieten. Aus dem SMIÂź prĂ€sentieren die Versicherer Zurich und Swiss Life sowie die Swisscom ihre Resultate. In Deutschland gewĂ€hren unter anderem die Versorger E.ON und RWE Einblick in den jĂŒngsten GeschĂ€ftsgang.

S&P 500Âź TR Index vs. S&P 500Âź Price Index (5 Jahre, nur zu illustrativen Zwecken, Angaben in %)*

Stand: 07.08.2020; Quelle: Bloomberg
*Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
11.08.2020 08:00 DE Zalando Quartalszahlen
11.08.2020 10:00 DE Adidas Generalversammlung
11.08.2020 11:00 DE ZEW Index August 2020
11.08.2020 14:30 US Produzentenpreise Juli 2020
11.08.2020 16:00 CH Basilea Pharmaceutica Semesterzahlen
12.08.2020 k.A. CH Flughafen ZĂŒrich Verkehrszahlen Juli 2020
12.08.2020 07:00 CH Schmolz + Bickenbach Quartalszahlen
12.08.2020 07:30 DE E.ON Quartalszahlen
12.08.2020 08:00 GB BIP 2. Quartal 2020
12.08.2020 08:00 GB Industrieproduktion Juni 2020
12.08.2020 11:00 EZ Industrieproduktion Juni 2020
12.08.2020 14:30 US Konsumentenpreise Juli 2020
12.08.2020 22:00 US Cisco Systems Quartalszahlen
13.08.2020 06:45 CH Zurich Insurance Quartalszahlen
13.08.2020 07:00 CH Straumann Semesterzahlen
13.08.2020 07:00 CH Swiss Life Semesterzahlen
13.08.2020 07:00 DE Fraport Verkehrszahlen Juli 2020
13.08.2020 07:00 DE ThyssenKrupp Quartalszahlen
13.08.2020 07:00 DE RWE Quartalszahlen
13.08.2020 07:15 CH Swisscom Quartalszahlen
13.08.2020 08:30 DE Lanxess Quartalszahlen
13.08.2020 08:30 DE Sixt Quartalszahlen
13.08.2020 08:30 DE Deutsche Telekom Quartalsahlen
13.08.2020 08:30 DE Deutsche Wohnen Quartalszahlen
13.08.2020 22:00 US Applied Materials Quartalszahlen
14.08.2020 04:00 CN Detailhandelsumsatz Juli 2020
14.08.2020 04:00 CN Industrieproduktion Juli 2020
14.08.2020 08:30 CH Produzenten-/Importpreise Juli 2020
14.08.2020 11:00 EZ BIP 2. Quartal 2020
14.08.2020 14:30 US Detailhandelsumsatz Juli 2020
14.08.2020 15:15 US Industrieproduktion Juli 2020
14.08.2020 16:00 US Uni Michigan Verbrauchervertrauen August 2020

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 10.08.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Trotz Gegenwind auf Rekordkurs2020-08-10T09:10:16+00:00

Turbulenzen beim US-Dollar

KeyInvest Blog

03. August 2020 – UBS Wochenkommentar RĂŒck-/Ausblick

Turbulenzen beim US-Dollar

Die letzte Handelswoche im Juli hatte es an den Börsen in sich. Neben zahlreichen Unternehmensberichten hielten die jĂŒngsten Konjunkturdaten fĂŒr die Eurozone sowie die USA und darĂŒber hinaus eine Sitzung der US-Notenbank die Investoren auf Trab. Besonders positiv wirkte sich der Nachrichtenmix nicht aus: Vielmehr bĂŒssten die MĂ€rkte deutlich an Schwung ein – beispielsweise beendete der SMI den Juli fĂŒnf Prozent unter dem zwischenzeitlich erreichten Verlaufshoch. Derweil greifen die Investoren verstĂ€rkt zur KrisenwĂ€hrung Gold zu: Das Edelmetall ist mit einem weiteren Allzeithoch in den August gestartet.*

Die Goldpreisrallye geht mit einem stark unter Druck stehenden US-Dollar einher. Abzulesen lĂ€sst sich der „SchwĂ€cheanfall“ beim Greenback am US-Dollar Index. Dieser Benchmark bildet den Verlauf der US-Valuta in Relation zu folgenden sechs WĂ€hrungen ab: Euro, Japanischer Yen, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Schwedische Krone und Schweizer Franken. Im Juli gab der Gradmesser (siehe Chart) um 4.8 Prozent nach und verbuchte damit das grösste Monatsminus seit genau zehn Jahren.*

Am Donnerstag hatte Washington fĂŒr das zweite Quartal einen RĂŒckgang des Bruttoinlandsprodukts um 32.9 Prozent bekannt gegeben. Wenig spĂ€ter schickte PrĂ€sident Donald Trump einen Tweet in die Welt, der das Vertrauen in den Dollar nicht gerade stĂ€rkte. Per Twitter brachte er die Möglichkeit einer Verschiebung der Wahlen ins Spiel. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 31.07.2020)

Zahlenreigen im DAXÂź

Ein Blick auf die jĂŒngsten Zwischenberichte zeigt, dass die Dollar-Abwertung fĂŒr die ohnehin unter der Corona-Krise leidende europĂ€ische Exportwirtschaft alles andere als förderlich ist. Beispiel NestlĂ©: Im ersten Semester 2020 sind die fakturierten UmsĂ€tze des Lebensmittelkonzerns gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum um 9.5% geschrumpft. Wechselkurseffekte schmĂ€lerten das Wachstum nach Angaben des Unternehmens um 7.0 Prozentpunkte. Auf bereinigter Basis meldete NestlĂ© ein Wachstum von 2.8 Prozent (Quelle: NestlĂ©, UnternehmensprĂ€sentation, 30.07.2020)

Wenn in der neuen Woche die Berichtssaison im DAXÂź ihren Höhepunkt erreicht, dĂŒrfte der Dollar ebenfalls eine Rolle spielen. Von heute bis einschliesslich Freitag prĂ€sentieren 13 der insgesamt 30 Mitglieder des deutschen Leitindex ihr Zahlenwerk. Aus dem SMIÂź steht einzig der Zwischenbericht des Personaldienstleisters Adecco auf der Agenda. Am morgigen Dienstag gibt das Seco einen Einblick in die Stimmung der Schweizer Konsumenten. Um 7:45 Uhr veröffentlicht das Staatssekretariat fĂŒr Wirtschaft die Ergebnisse der jĂŒngsten Umfrage zu den EinschĂ€tzungen und Erwartungen der Verbraucher. Im ersten Quartal hatte die Corona-Pandemie das Stimmungsbarometer auf einen historischen Tiefstwert gedrĂŒckt. (Quelle: Seco, Medienmitteilung, 05.05.2020)

Arbeitsmarktbericht als Höhepunkt

An der Wall Street hat die Mehrheit der Unternehmen die Quartalszahlen bereits vorgelegt. Zu den bekanntesten Konzernen, bei denen der Bericht noch aussteht, zĂ€hlt Walt Disney. Der Medienkonzern gewĂ€hrt am Dienstag einen Blick in die BĂŒcher. Aus konjunktureller Sicht bildet der Arbeitsmarktbericht „Nonfarm Payrolls“ den Höhepunkt einer eher nachrichtenarmen Woche. Laut Reuters gehen Analysten im Schnitt davon aus, dass in den USA ausserhalb der Landwirtschaft im Juli 2.25 Millionen neue Stellen entstanden sind und die Arbeitslosenrate 10.2 Prozent betrug. Der Bericht gilt als wichtiger Hinweis darauf, ob und in welchem Ausmass sich die grösste Volkswirtschaft der Welt trotz weiter steigender Corona-Infektionszahlen von ihrem historischen Einbruch erholt.

US-Dollar Index (5 Jahre, in Punkten)*

Quelle: Bloomberg, 31.07.2020
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
03.08.2020 08:00 DE MTU Aero Engines Quartalszahlen
03.08.2020 08:30 CH Verbraucherpreise Juli 2020
03.08.2020 09:30 CH Einkaufsmanagerindex Juli 2020
03.08.2020 15:00 US FahrzeugverkÀufe Juli 2020
04.08.2020 k.A. CH OC Oerlikon Quartalszahlen
04.08.2020 07:30 DE Bayer Quartalszahlen
04.08.2020 07:45 CH Konsumentenstimmung 3. Quartal 2020
04.08.2020 09:30 DE Infineon Quartalszahlen
04.08.2020 22:00 US Walt Disney Quartalszahlen
05.08.2020 07:00 DE Deutsche Post Quartalszahlen
05.08.2020 07:00 DE Allianz Quartalszahlen
05.08.2020 08:30 DE Continental Quartalszahlen
05.08.2020 08:30 DE BMW Quartalszahlen
05.08.2020 08:30 DE Commerzbank Quartalszahlen
05.08.2020 14:15 US ADP Privater Arbeitsmarktbericht Juli 2020
05.08.2020 15:30 US Moderna Quartalszahlen
05.08.2020 22:00 US Fiserv Quartalszahlen
06.08.2020 k.A. CH VAT Group Quartalszahlen
06.08.2020 07:30 DE MĂŒnchener RĂŒck Quartalszahlen
06.08.2020 07:00 CH Vifor Pharma Semesterzahlen
06.08.2020 07:00 CH Adecco Quartalszahlen
06.08.2020 07:00 DE Merck KGaA Quartalszahlen
06.08.2020 07:30 DE Adidas Quartalszahlen
06.08.2020 07:30 DE Henkel Quartalszahlen
06.08.2020 07:30 DE Lufthansa Quartalszahlen
06.08.2020 08:00 DE Auftragseingang Industrie Juli 2020
06.08.2020 08:00 DE Beiersdorf Quartalszahlen
06.08.2020 08:30 DE Siemens Quartalszahlen
06.08.2020 22:00 US Booking Holdings Quartalszahlen
07.08.2020 09:00 CH WĂ€hrungsreserven Juli 2020
07.08.2020 14:30 US Offizieller Arbeitsmarktbericht Juli 2020

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 03.08.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Turbulenzen beim US-Dollar2020-08-03T09:54:45+00:00

Von Sommerloch noch keine Spur

KeyInvest Blog

27. Juli 2020 – UBS Thema im Fokus

Von Sommerloch noch keine Spur

Wirtschaft und Börse scheinen die Corona-Pandemie immer mehr in den Hintergrund zu drĂ€ngen. WĂ€hrend der SMI in der vergangenen Woche bei 10’535 Punkten ein neues Drei-Monats-Hoch markierte, deuten die neuesten Konjunkturdaten in Europa darauf hin, dass die Rezession vorerst beendet ist.* Die Umfragezahlen unter Einkaufsmanagern des Institut IHS Markit fĂŒr Juli 2020 ĂŒberschritten in der Euro-Zone die Wachstumsschwelle von 50 ZĂ€hlern deutlich. Es war aber nicht nur der erste Anstieg seit Februar, der Wert war mit 54.8 auch der höchste seit Mitte 2018. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 24.07.2020)

Billionen-Paket gegen Wirtschaftsflaute

Positive Signale, um die Krise auch tatsĂ€chlich nachhaltig ĂŒberwinden zu können, kamen vergangene Woche aus BrĂŒssel. Nach einem Marathon-Gipfeltreffen ĂŒber mehr als vier Tage einigten sich die 27 EU-Staats- und Regierungschefs auf ein Finanzpaket in Rekordhöhe von 1.8 Billionen Euro. Darin enthalten ist ein Corona-Hilfsprogramm von 750 Milliarden Euro. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 21.07.2020)

Europa bleibt aber auch in der neuen Woche im Fokus. Dies hat mehrere GrĂŒnde: Zum einen werden am Freitag die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) fĂŒr das zweite Quartal erwartet. Der von Thomson Reuters angegebene Konsens rechnet mit einem annualisierten Minus von 14.1 Prozent. Bereits zum Jahresauftakt zeigte sich eine Kontraktion um 3.2 Prozent. Zum anderen legen wichtige europĂ€ische Konzerne ihre BĂŒcher offen. So werden beispielsweise SAP, Deutsche Bank, NestlĂ©, Sanofi oder auch VW ihre jĂŒngsten Zwischenberichte prĂ€sentieren.

Das Fed in Zugzwang

Nicht weniger spannend wird es in den kommenden Tagen in den USA. So kommen am Mittwoch die Notenbanker des Landes zusammen, um ihre kĂŒnftige Geldpolitik zu diskutieren. Nach jĂŒngsten Worten von Fed-Chef Jerome Powell werde der Verlauf der wirtschaftlichen Erholung „zu einem grossen Teil davon abhĂ€ngen, wie erfolgreich wir bei der EindĂ€mmung des Virus sind.“ (Quelle: Der Spiegel, Medienbericht, 23.07.2020) Was die Corona-Neuinfektionen betrifft, ist die USA allerdings weiterhin ein Virus-Hot-Spot auf dieser Welt. Am vergangenen Freitag gab das US-Seuchenzentren CDC 72’219 Neuinfektionen und 1’113 weitere TodesfĂ€lle bekannt. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 24.07.2020) Interessant wird daher, wie das Fed mit dieser Entwicklung umgeht.

DarĂŒber hinaus stehen am Donnerstag auch die BIP-Zahlen fĂŒr die USA an. Erwartet wird laut Reuters-Konsens ein ausserordentlicher Einbruch um annualisiert 35 Prozent im zweiten Quartal. Wie sich das Virus wiederum auf die grossen Tech-Konzerne in Übersee auswirkt, werden in der neuen Woche die Bilanzen zeigen. Unter anderem stehen die Zahlen von den Schwergewichten Amazon, Apple, Facebook sowie der Google-Mutter Alphabet auf dem Terminkalender. Der Kurznachrichtendienst Twitter hat bereits einen Vorgeschmack gegeben: 19 Prozent UmsatzrĂŒckgang sowie ein dreistelliger Millionenverlust. Allerdings hatte der Konzern auch positives zu berichten. Die Zahl der aktiven Nutzer pro Tag schnellte um 34 Prozent auf 186 Millionen in die Höhe, was dem grössten Zuwachs in einem Quartal entsprach. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 23.07.2020)

„Big Techs“ als Anlageziel

Die erwarteten Zwischenberichte werden zeigen, in wie weit die jĂŒngste Rallye im Technologiebereich tatsĂ€chlich auf einem soliden Fundament steht. Mit dem noch bis 5. August in Zeichnung stehenden Kick-In GOAL (Symbol: KGWRDU)** auf die drei „Big Techs“ Alphabet, Facebook und Twitter können Anleger bedingt teilgeschĂŒtzt eine Rendite in dem Sektor verdienen. Das Produkt bietet einen Coupon von 11.25 Prozent p.a. Um diese Maximalrendite zu generieren muss das Trio keinerlei Kursavancen zeigen. Wichtig ist, dass die Barriere bei 50.00 Prozent der Startwerte unversehrt bleibt. Das Produkt ist jedoch nicht kapitalgeschĂŒtzt: notiert einer der Basiswerte wĂ€hrend der Laufzeit einmal auf oder unter der Barriere, sind Verluste wahrscheinlich. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung der Basiswerte – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

Alphabet vs. Facebook vs. Twitter (5 Jahre, in %, nur zu illustrativen Zwecken)*

Quelle: Thomson Reuters, 27.07.2020
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
27.07.2020 DE SAP Quartalszahlen
28.07.2020 16:00 US Verbrauchervertrauen
28.07.2020 US AMD Quartalszahlen
29.07.2020 10:00 CH ZEW Umfrage Konjunkturerwartungen
29.07.2020 20:00 US FED Zinssatzenscheidung
29.07.2020 FR Sanofi Quartalszahlen
29.07.2020 US Facebook Quartalszahlen
30.07.2020 09:00 CH KOF Leitindikator
30.07.2020 11:00 EZ Arbeitslosenquote
30.07.2020 11:00 EZ Verbrauchervertrauen
30.07.2020 14:30 US ErstantrĂ€ge ArbeitslosenunterstĂŒtzung
30.07.2020 14:30 US Bruttoinlandsprodukt
30.07.2020 US Apple Quartalszahlen
30.07.2020 US Alphabet Quartalszahlen
30.07.2020 CH Nestlé Quartalszahlen
30.07.2020 DE Volkswagen Quartalszahlen
31.07.2020 08:30 CH EinzelhandelsumsÀtze
31.07.2020 11:00 EZ Bruttoinlandsprodukt
31.07.2020 15:45 US Chicago Einkaufsmanagerindex
31.07.2020 14:30 US Reuters/Uni Michigan Verbrauchervertrauen
31.07.2020 US Swiss Re Quartalszahlen

Quelle: Thomson Reuters, Stand: 19.06.2020

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Von Sommerloch noch keine Spur2020-07-27T09:08:37+00:00

Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf

KeyInvest Blog

20. Juli 2020 – UBS Thema im Fokus

Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf

Trotz Corona blickt die Schweizer Wirtschaft zuversichtlich nach vorne. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von CIO GWM bei 2’500 heimischen Unternehmen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr erwarten 71 Prozent der Befragten fĂŒr 2022 einen gleich hohen oder höheren Umsatz. 87 Prozent gehen davon aus, dann gleich viele oder mehr Mitarbeitende zu beschĂ€ftigen. Zwar zeigt die Umfrage laut Daniel Kalt, Regional CIO Switzerland, UBS Switzerland AG, auch, dass je nach Branche bis zu einem Viertel der Unternehmen damit rechnet, auf absehbarer Zeit bei der Belegschaft nicht mehr das Vorkrisenniveau zu erreichen. „Es stimmt aber zuversichtlich, dass doch eine ĂŒberwiegende Mehrheit der Firmen mittelfristig mit einer Erholung rechnet und bereit ist, in zukunftstrĂ€chtige Technologien zu investieren“, stellt der Experte fest. (Quelle: UBS CIO GWM, „Schweizer Unternehmen erwarten Erholung“, Weekly – Regional View Swiss)

Ein Bild der aktuellen Situation bei den börsenkotierten Konzernen liefert die Berichtssaison. Bis Ende Juli prĂ€sentieren zwölf der 20 SMIÂź-Mitglieder ihre Resultate. In der neuen Woche zĂ€hlen dazu die beiden Pharmakonzerne und Indexschwergewichte Novartis und Roche. Vor der Zahlenflut hat der SMIÂź ein neues Verlaufshoch erreicht.* Als Triebfeder fĂŒr die globalen AktienmĂ€rkte erwies sich zuletzt die Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff. Die US-Biotechfirma Moderna legte diesbezĂŒglich positive Studiendaten vor. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 15.07.2020)

Tesla: E-Mobility-Pionier unter Strom

Jede Menge Unternehmensmeldungen warten auch an der Wall Street auf die Investoren. Am Mittwoch reiht sich Tesla nach dem US-Börsenschluss in den Zahlenreigen ein. Vor kurzem hat der Elektroautopionier bereits ĂŒber den Erwartungen liegende Absatzzahlen fĂŒr das zweite Quartal vorgelegt. Nach Ansicht einiger Analysten sind damit die Chancen gestiegen, dass der Konzern fĂŒr die Berichtsperiode einen Gewinn meldet. Geht diese Erwartungshaltung auf, hĂ€tte Tesla zum ersten Mal ĂŒberhaupt fĂŒr vier aufaddierte Quartale schwarze Zahlen geschrieben. Damit wiederum wĂŒrde das Unternehmen ein zentrales Kriterium fĂŒr die Aufnahme in den S&P 500Âź erfĂŒllen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 13.07.2020)

Nach der Rallye der vergangenen Monate (siehe Chart)* ist an der Wall Street eine Diskussion um den Aufstieg der Tesla-Aktie in den US-Leitindex aufgekommen. Mit einem Börsenwert von knapp 280 Milliarden US-Dollar ĂŒbertrifft das Unternehmen schon jetzt 95 Prozent der aktuell im S&P 500Âź enthaltenen Mitglieder. Gleichzeitig wĂŒrde Tesla zu den kapitalisierungsstĂ€rksten Neulingen zĂ€hlen, die der Benchmark je gesehen hat. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 13.07.2020)

PĂŒnktlich zum anstehenden Zwischenbericht findet sich in der Zeichnungspalette von UBS KeyInvest ein Kick-In GOAL (Symbol: KGVUDU)** auf Tesla. Neben dem Coupon von 15 Prozent p.a. ist eine 50 Prozent-Barriere das zentrale Merkmal dieser Emission. Wegen der europĂ€ischen Bauart kommt die Absicherungsmarke erst am Verfalltermin auf den PrĂŒfstand. SĂ€mtliche Tesla-Kursbewegungen vor der Schlussfixierung spielen keine Rolle. Das Produkt ist jedoch nicht kapitalgeschĂŒtzt: Notiert Tesla am Laufzeitende auf oder unter der Barriere, ist mit Verlusten zu rechnen. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung des Basiswertes – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

Showdown in BrĂŒssel

Eher ruhig wird die neue Woche, was die Konjunkturdaten anbelangt. Zu den wichtigsten Nachrichten zĂ€hlen das deutsche Verbrauchervertrauen, der Einkaufsmanagerindex fĂŒr die Eurozone, die US-FrĂŒhindikatoren sowie mehrere DatenbĂŒndel zum HĂ€usermarkt in den USA. Angesichts der dĂŒnnen Nachrichtenlage bleibt den Ökonomen mehr Zeit, die Entwicklung am EU-Gipfel zu analysieren: Dort verhandeln die Staats- und Regierungschefs bereits seit Freitag den Finanzrahmen fĂŒr die Jahre 2021 bis 2027 sowie den geplanten Corona-Aufbaufonds. Offenbar harzen die GesprĂ€che beim zweitgenannten Punkt.

Mehrere LĂ€nder fordern, dass „nur“ 350 Milliarden Euro in Form von ZuschĂŒssen ausbezahlt werden. Neben den so genannten „Sparsamen Vier“ aus den Niederlanden, Österreich, DĂ€nemark und Schweden hat am Sonntag auch noch Finnland diesen Standpunkt eingenommen. Derweil möchte die Mehrheit der 27 EU-Mitglieder den ursprĂŒnglich in einem Volumen von 500 Milliarden Euro geplanten Zuschusstopf lediglich auf 400 Milliarden Euro kĂŒrzen – diese Mittel sollen vor allem den von der Pandemie besonders stark getroffenen LĂ€ndern zur VerfĂŒgung stehen. Am frĂŒhen Montagmorgen wurden die Verhandlungen unterbrochen. Ab 16:00 Uhr möchten sich die Gipfelteilnehmer erneut um eine Einigung bemĂŒhen. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 20.07.2020)

Tesla (5 Jahre, Angaben in USD)*

Stand: 20.07.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
21.07.2020 k.A. CH Logitech Quartalszahlen
21.07.2020 k.A. CH Novartis Quartalszahlen
21.07.2020 06:45 CH UBS Quartalszahlen
21.07.2020 06:45 CH KĂŒhne + Nagel Semesterzahlen
21.07.2020 07:00 CE Georg Fischer Semesterzahlen
21.07.2020 07:00 CH Givaudan Semesterzahlen
21.07.2020 07:00 CH Lindt & SprĂŒngli Semesterzahlen
21.07.2020 08:00 CH Handelsbilanz Juni 2020
21.07.2020 08:30 CH SGS Semesterzahlen
21.07.2020 14:30 US Coca-Cola Quartalszahlen
22.07.2020 07:00 CH ABB Quartalszahlen
22.07.2020 16:00 US HÀuserverkÀufe (Bestand) Juni 2020
22.07.2020 22:00 US Microsoft Quartalszahlen
22.07.2020 22:00 US Tesla Quartalszahlen
23.07.2020 k.A. CH Sika Semesterzahlen
23.07.2020 07:00 CH Roche Semesterzahlen
23.07.2020 08:00 DE GfK Verbrauchervertrauen August 2020
23.07.2020 08:00 NL Unilever Semesterzahlen
23.07.2020 08:30 DE Daimler Quartalszahlen
23.07.2020 14:00 US Procter & Gamble Quartalszahlen
23.07.2020 14:00 US Dow Quartalszahlen
23.07.2020 14:30 US Travelers Companies Quartalszahlen
23.07.2020 14:30 US Freeport-McMoRan Quartalszahlen
23.07.2020 14:30 US Citrix Systems Quartalszahlen
23.07.2020 14:30 US American Airlines Quartalszahlen
23.07.2020 14:30 US AT&T Quartalszahlen
23.07.2020 16:00 US FrĂŒhindikatoren Juni 2020
23.07.2020 22:00 US Intel Quartalszahlen
23.07.2020 22:00 US Amazon.com Quartalszahlen
24.07.2020 k.A. CH Lonza Semesterzahlen
24.07.2020 06:00 CH Sulzer Semesterzahlen
24.07.2020 06:30 CH Schindler Semesterzahlen
24.07.2020 09:30 DE Einkaufsmanagerindex Juli 2020
24.07.2020 10:00 EZ Einkaufsmanagerindex Juli 2020
24.07.2020 13:30 US Verizon Quartalszahlen
24.07.2020 14:00 US Baugenehmigungen Juni 2020
24.07.2020 14:30 US American Express Quartalszahlen
24.07.2020 16:00 US HÀuserverkÀufe (Neubauten) Juni 2020

Stand: 20.07.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf2020-07-20T14:18:47+00:00

Noch einmal das volle Programm

KeyInvest Blog

13. Juli 2020 – UBS Thema im Fokus

Noch einmal das volle Programm

Allenthalben verabschieden sich die Menschen gerade in die Ferien. Neben SchĂŒlern, Studierenden und BeschĂ€ftigten gönnen sich unterschiedliche Institutionen im Sommer eine Pause. Das gilt auch fĂŒr die EuropĂ€ische Zentralbank. Doch bevor der EZB-Rat im August auf eine turnusgemĂ€sse Sitzung verzichtet, kommt das Gremium in Frankfurt noch einmal zu einer ÜberprĂŒfung der Geldpolitik zusammen. Am kommenden Donnerstag, 13:45 Uhr wird die aktuelle Beschlusslage publiziert. Danach wird sich die EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde an einer Medienkonferenz zu Wort melden.

Die MĂ€rkte gehen davon aus, dass der Rat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause an der geldpolitischen Ausrichtung festhĂ€lt. Bei einem unverĂ€nderten Leitsatz von 0.0 Prozent stemmt sich die EZB mit einem „PEPP“ genannten Anleihe-Kaufprogramm gegen die Corona-Krise. Das Volumen dieser Massnahme wurde unlĂ€ngst auf 1.35 Billionen Euro erhöht und ausserdem die Laufzeit bis mindestens Ende 2021 verlĂ€ngert. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 01.07.2020) Trotz der expansiven EZB-Gangart hat der Euro zuletzt gegenĂŒber dem US-Dollar aufgewertet. Innerhalb von drei Monaten verteuerte sich die EinheitswĂ€hrung um 3.3 Prozent (siehe Chart).*

Das viel beachtete FX-Paar EUR/USD zĂ€hlt zum Basiswerte-Fundus an UBS-Hebelprodukten. Neben Warrants mit Knock-out stehen Mini-Futures und Faktor-Zertifikate zur VerfĂŒgung.** Diese Produkte sind jedoch nicht kapitalgeschĂŒtzt. Aufgrund des Hebels werden Kursbewegungen des Basiswerts ĂŒberproportional nachgebildet, so dass sich ĂŒberdurchschnittliche Gewinne und Verluste aufbauen. Zudem trĂ€gt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhĂ€ngig von der Entwicklung der Basiswerte – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

Wiedersehen in BrĂŒssel

Einen Tag nach der Geld- rĂŒckt die europĂ€ische Realpolitik in den Fokus. Am Freitag und Samstag steht eine Sondersitzung des EuropĂ€ischen Rates in BrĂŒssel an. Beim ersten persönlichen Aufeinandertreffen seit Februar wartet eine ambitionierte Agenda auf die Staats- und Regierungschefs. Neben dem mehrjĂ€hrigen Finanzrahmen werden sie den geplanten Corona-Aufbaufonds diskutieren. Die EU-Kommission hat ein insgesamt 750 Milliarden Euro schweres Paket vorgeschlagen, mit dem vor allem von der Pandemie besonders stark getroffenen LĂ€ndern wie Italien oder Spanien geholfen werden soll. Von diesem Volumen sollen 500 Milliarden Euro in Form von ZuschĂŒssen ausbezahlt werden.

Gegen diesen Plan kommt Widerstand aus Österreich, den Niederlanden, Schweden und DĂ€nemark. Die so genannten „Sparsamen Vier“ stossen sich insbesondere daran, dass Hilfsgelder als ZuschĂŒsse und nicht in Form von Krediten ausbezahlt werden könnten. Als möglicher Kompromiss steht mittlerweile eine Absenkung des Zuschuss-Volumens im Raum. (Quelle: Thomson Reuters, Medienbericht, 10.07.2020)

US-Banken öffnen die BĂŒcher

Über die gesamte Woche hinweg geben die Unternehmen Auskunft ĂŒber den jĂŒngsten GeschĂ€ftsgang. An der Wall Street rĂŒcken dabei die Banken in den Fokus. Unter anderem legen Citigroup, J.P. Morgan, Goldman Sachs und Bank of America ihre Quartalsberichte vor. Spannung verspricht auch das fĂŒr Freitag geplante Zahlenwerk von Netflix. In den ersten drei Monaten 2020 hatte der Corona-Lockdown dem Streaminganbieter einen starken Nutzerzuwachs beschert. Mit Richemont reiht sich auch ein SMI-Mitglied in den Riegen an Unternehmensmeldungen ein. Der LuxusgĂŒterkonzern legt am Donnerstagmorgen das Trading Update fĂŒr das erste Quartal seiner GeschĂ€ftsperiode 2020/21 (per 31. MĂ€rz) vor.

Parallel zur Berichtssaison lĂ€uft eine Reihe von Konjunkturindikatoren ĂŒber die Nachrichtenticker. Neben der Industrieproduktion fĂŒr die USA, China und die Eurozone zĂ€hlen dazu unter anderem die die jĂŒngsten DetailhandelsumsĂ€tze aus dem Reich der Mitte sowie den Vereinigten Staaten. Einen weiteren Einblick in die Kauflaune der US-Konsumenten gibt das Verbrauchervertrauen der UniversitĂ€t Michigan. Die Hochschule legt vor dem Wochenende ihr aktuelles Stimmungsbild vor.

EUR/USD (5 Jahre)*

Stand: 13.07.2020; Quelle: Bloomberg
* Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
13.07.2020 17:40 CH Flughafen ZĂŒrich Verkehrszahlen Juni 2020
14.07.2020 07:00 CH Partners Group Semesterzahlen
14.07.2020 07:30 DE Gerresheimer Quartalszahlen
14.07.2020 08:30 CH Produzenten-/Importpreise Juni 2020
14.07.2020 10:00 DE Continental Generalversammlung
14.07.2020 11:00 EZ Industrieproduktion Mai 2020
14.07.2020 11:00 DE ZEW Index Juli 2020
14.07.2020 14:00 US Wells Fargo Quartalszahlen
14.07.2020 14:30 US J.P. Morgan Chase Quartalszahlen
14.07.2020 14:30 US Citigroup Quartalszahlen
14.07.2020 14:30 US Delta Air Lines Quartalszahlen
15.07.2020 k.A. CH Temenos Quartalszahlen
15.07.2020 04:30 JP BoJ: Zinsentscheidung
15.07.2020 14:30 US United Health Quartalszahlen
15.07.2020 14:30 US Goldman Sachs Quartalszahlen
15.07.2020 15:15 US Industrieproduktion Juni 2020
16.07.2020 04:00 CN BIP 2. Quartal 2020
16.07.2020 04:00 CN Industrieproduktion Juni 2020
16.07.2020 04:00 CN DetailhandelsumsÀtze Juni 2020
16.07.2020 07:30 CH Richemont Quartalszahlen
16.07.2020 08:00 DE KFZ-Zulassungen Juni 2020
16.07.2020 08:00 DE Zalando Quartalszahlen
16.07.2020 11:00 EZ Handelsbilanz Mai 2020
16.07.2020 13:45 EZ EZB: Zinsentscheidung
16.07.2020 14:00 US Johnson & Johnson Quartalszahlen
16.07.2020 14:30 US Philly Fed Index Juli 2020
16.07.2020 14:30 US DetailhandelsumsÀtze Juni 2020
16.07.2020 14:30 US Bank of America Quartalszahlen
17.07.2020 k.A. US Netflix Quartalszahlen
17.07.2020 11:00 EZ Bauproduktion Mai 2020
17.07.2020 14:30 US Baugenehmigungen Juni 2020
17.07.2020 16:00 US UniversitÀt Michigan Verbrauchervertrauen

Stand: 13.07.2020; Quelle: Thomson Reuters

Weitere BlogeintrÀge:

Die Qual mit der Wahl

In den USA scheint sich die Mehrheit der BĂŒrger eine neue Kraft im Weissen Haus zu wĂŒnschen.

Konjunkturdaten geben die Richtung vor

„Sell in May and go away“ lautet eine alte Börsenweisheit, die von dem Zusatz „but remember to come back in September“ ergĂ€nzt wird.

Mögen die Spiele beginnen

Ganz so martialisch wie im alten Rom wird es in den kommenden Wochen an den Börsen sicherlich nicht zugehen, doch stehen bedeutende Wortgefechte und Entscheidungen an.

Noch einmal das volle Programm2020-07-13T11:50:08+00:00
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