KeyInvest Blog

16. Januar 2023

Der Terminkalender füllt sich

Das mit der Inflation ist derzeit so eine Sache: Jenseits des Atlantiks, also Richtung Westen, ist die Teuerung auf dem Rückzug. So fielen in den USA die Preise im Dezember auf 6.5 von 7.1 Prozent im November. Das ist bereits der sechste Rückgang in Folge und nährt die Hoffnungen, dass die Inflationswelle abebbt. Anders auf der Ostseite der Erdkugel: In China zogen die Verbraucherpreise im Dezember um 1.8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, im November lag die Rate noch bei 1.6 Prozent. (Quelle: Refinitv, Medienbericht, 12.01.2023) Und in Japan erklomm die Teuerung zuletzt den höchsten Stand seit 40 Jahren. Wie sie sich im letzten Monat des Jahres 2022 entwickelt hat, werden Anleger am 20. Januar erfahren.

Zeitenwende in Japan

Doch bevor die Inflationsdaten in Japan veröffentlicht werden, treffen sich die Notenbanker in der kommenden Woche und beraten über die weitere Geldpolitik. Im Dezember sorgte die Bank of Japan für eine faustdicke Überraschung: Die Währungshüter hoben ihre Renditeobergrenze für zehnjährige Staatsanleihen von 0.25 auf 0.5 Prozent an. (Quelle: Refinitv, Medienbericht, 20.12.2022) Die Angst vor einem tatsächlichen Ende der Negativzinspolitik sorgte seither dafür, dass der japanische Aktienmarkt ins Hintertreffen geriet. Seit der Notenbanksitzung am 20. Dezember verlor der Nikkei 225 mehr als vier Prozent, während der S&P 500 um fünf Prozent und der EURO STOXX 50 gar um neun Prozent avancierte.*

Aufgrund der nachlassenden Inflation in den USA und Europa gehen Marktteilnehmer davon aus, dass die hiesigen Notenbanken den Fuss vom Zinspedal nehmen. Allerdings scheint bei der EZB nicht jedes Mitglied dieser Meinung zu sein. Die Europäische
Zentralbank muss aus Sicht mehrerer Notenbank-Gouverneure an ihrem Kurs der Zinserhöhungen im Kampf gegen die Teuerung festhalten. „Die Zinsen werden noch deutlich steigen müssen“, meint unter anderem Finnlands Notenbankchef Olli Rehn. Seine Kollegen aus Österreich und Spanien äusserten sich zuletzt ähnlich. (Quelle: Refinitv, Medienbericht, 11.01.2023) Die nächste EZB-Sitzung mit Zinsentscheid findet am 2. Februar statt.

Bilanzsaison gestartet

Bis die Märkte also Klarheit haben, dauert es noch einige Zeit. Zu Langeweile kommt es am Börsenparkett aber trotzdem nicht: Vergangene Woche starteten die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks in die Berichtssaison. Hierzulande verlief der Anfang etwas holprig. Im SMI eröffnete Sika den Zahlenreigen. Zwar wies der Bauchemiehersteller einen Rekordumsatz aus, verfehlte aber trotzdem die Umsatzerwartungen. Zudem ist der Konzern etwas vorsichtiger in Bezug auf sein Gewinnziel. Ein vergleichbares Bild zeigt sich bei der Partners Group. Die Firma konnte 2022 das verwaltete Vermögen steigern, blieb aber ebenfalls hinter den Markterwartungen zurück und wird mit Blick in die Zukunft deutlich zurückhaltender. (Quelle: AWP, Medienberichte, 11./12.01.2023)

Für eine regelrechte kalte Dusche sorgte Logitech. Der Computerzubehör-Hersteller gab für das Geschäftsjahr 2022/23 eine Umsatz- und Gewinnwarnung aus. Ein schwächer als erwartetes Quartalsergebnis sowie Lieferprobleme im Zusammenhang mit dem jüngsten Covid-Ausbruch in China sind für die Misere verantwortlich. Logitech verspricht aber die Kosten weiter zu senken und zeigt sich von der Strategie, auf langfristige Trends zu setzen, weiterhin überzeugt. (Quelle: Refinitiv, Medienbericht, 13.12.2022)

Die Logitech-Aktie verlor auf Wochensicht mehr als zwölf Prozent. Mit dem BRC (Symbol: KKWADU) können Anleger den scharfen Rücksetzer zum teilgeschützten Einstieg nutzen. Das Produkt gewährt dem Basiswert auf der Unterseite 36.70 Prozent an Spielraum, ohne dass die Renditechance von 10.80 Prozent p.a. in Gefahr gerät. Die Barriere befindet sich bei 32.08 Franken und damit auf einem Niveau, dass die Logitech-Aktie seit dem Corona-Crash im März 2002 nicht mehr gesehen hat. Bitte beachten Sie auch das Emittentenrisiko: Das eingesetzte Kapital kann – unabhängig von der Entwicklung der Basiswerte – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen.**

Konjunktur- und Unternehmenstermine

Von wirtschaftlicher Seite wird es gleich am Dienstag spannend. Hier steht in der Nacht das chinesische Bruttoinlandsprodukt auf dem Terminkalender und am Vormittag das Ergebnis der Stimmungsumfrage in der Eurozone vom Mannheimer ZEW-Institut. Am Mittwoch folgen die endgültigen Inflationsdaten für den Euroraum. In der Wochenmitte werden dann unter anderem die Einzelhandelsumsätze in den USA für den Dezember veröffentlicht. Darüber hinaus läuft die ganze Woche über das Weltwirtschaftsforum in Davos. Hier treffen sich 52 Staats- und Regierungschefs und beraten über Themen wie Klimaschutz, Inflation und den Krieg in der Ukraine. Auch die Bilanzsaison nimmt Fahrt auf. So werden mit Goldman Sachs und Morgan Stanley am Dienstag weitere US-Grossbanken ihre Bücher öffnen und am Donnerstag stehen die Zahlen des US-Streaming-Dienstleisters Netflix an. Zum Wochenausklang legt dann noch Schlumberger seinen Finanzbericht vor.

Logitech (5 Jahre, Angabe in CHF)

Stand: 13.01.2023; Quelle: Refinitiv
*Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest.

Wichtige Termine

Datum Uhrzeit Land Ereignis
17.01.2023 03:00 CN Bruttoinlandsprodukt
17.01.2023 08:00 GB Arbeitslosenquote
17.01.2023 11:00 EZ ZEW Umfrage Konjunkturerwartungen
17.01.2023 14:30 CA Verbraucherpreisindex
17.01.2023 k.A. US Goldman Sachs Quartalsergebnis
17.01.2023 k.A. US Morgan Stanley Quartalsergebnis
18.01.2023 04:00 JP BoJ Zinssatzentscheidung
18.01.2023 08:00 UK Verbraucherpreisindex
18.01.2023 11:00 EZ Verbrauchervertrauen
18.01.2023 14:30 US Einzelhandelsumsätze
18.01.2023 k.A. US Alcon Quartalsergebnis
19.01.2023 08:30 CH Erzeuger- und Importpreise
19.01.2023 14:30 US Erstanträge Arbeitslosenunterstützung
19.01.2023 14:30 US Philly-Fed-Herstellungsindex
19.01.2023 k.A. US Netflix Quartalsergebnis
19.01.2023 k.A. US Procter & Gamble Quartalsergebnis
20.01.2023 00:30 JP Verbraucherpreisindex
20.01.2023 02:15 CN PBoC Zinssatzentscheidung
20.01.2023 08:00 GB Einzelhandelsumsätze
20.01.2023 16:00 EZ Verbrauchervertrauen
20.01.2023 k.A. US Schlumberger Quartalsergebnis

Stand: 13.01.2023; Quelle: Refinitiv

Weitere Blogeinträge:

Wachsender Zinsoptimismus

In den USA sind die Konsumentenpreise im Juni 2024 gegenüber dem Vormonat um 0.1 Prozent gesunken.

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