KeyInvest Blog

01. Juli 2024

Spannung in der zweiten Hälfte

Kein leichtes Spiel hatten die Akteure auf dem Börsenparkett in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. Waren es zuerst Sorgen um das Wachstum in China, lastete kurz danach die Verzögerung der mit Sehnsucht erwarteten ersten Zinssenkung seitens der Federal Reserve auf die Stimmung. Dennoch liessen sich die Märkte nicht unterkriegen. Auch wenn es im April zu einer scharfen Korrektur an der Wall Street kam, unter dem Strich setzten die Börsen ihren Aufwärtstrend fort. Im internationalen Vergleich hat der Nikkei 225 mit einem Plus von 18.3% die Nase vorne (siehe Grafik).*

Halbzeit-Stürmer und lahme Enten

Selbst wenn der SMI mit seinen ausländischen Pendants nicht ganz mithalten konnte, ging es unter dem Strich für die meisten Grosskonzerne nach oben. Knapp drei Viertel der heimischen Bluechips beendeten die erste Jahreshälfte im positiven Bereich. Darüber hinaus knackte der Index die psychologisch wichtige 19‘000er-Marke, konnte diese aber dann ganz knapp nicht verteidigen. Lonza, ABB und Givaudan waren die Spitzenreiter, Kühne + Nagel, Sika und Nestlé trugen dagegen die rote Laterne.*

Der in Zeichnung stehende Autocallable Barrier Reverse Convertible (Symbol: KYIQDU)** bringt den Top-Gewinner ABB mit den beiden Schlusslichtern Kühne + Nagel und Sika zusammen. Das Produkt zielt darauf ab, dass sich das Trio in Zukunft seitwärts orientiert. Dabei stellt der BRC eine Gewinnchance von 7.75 Prozent p.a. in Aussicht. Wichtig für die Maximalrendite ist, dass die bei 60 Prozent der Startwerte angesiedelten Barrieren unversehrt bleiben. Allerdings ist der BRC nicht kapitalgeschützt. Notiert einer der Basiswerte während der Laufzeit einmal auf oder unter dem Kick-In Level (Barriere), ist mit Verlusten zu rechnen. Zudem trägt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhängig von der Entwicklung der Basiswerte – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.

Neue Zeit, neue Ungewissheiten

In den zweiten sechs Monaten des Jahres offenbaren sich an den internationalen Finanzmärkten ebenfalls Hürden, gleichzeitig aber Lichtblicke. Angesichts der aktuellen Nachrichtenlage sowie der anstehenden Termine dürften Anlegern daher auch im Rest des Jahres aufregende Zeiten ins Haus stehen. Der Start in das Semester fällt dabei mit den Wahlen in Frankreich zusammen. Wie es die Umfragen bereits vorhergesagt haben, gewannen die Rechtspopulisten von Marine Le Pen sowie auch das Linksbündnis den ersten Urnengang. Beide haben grosse Ausgabenerhöhungen versprochen und sorgten damit für einen eher gedämpften Start der asiatischen Börsen in den Juli.* (Quelle: Refinitiv, Medienbericht, 01.07.2024) Der zweite Wahlgang findet dann am kommenden Sonntag statt. Die zuletzt beobachteten Schwankungen am Aktienmarkt könnten aber sobald die politische Unsicherheit abebbt enden. Dies war auch 2022 in Italien so, als Präsident Sergio Mattarella das Parlament im Juli auflöste und Neuwahlen ausrief. Als die neue Regierung feststand, legte der italienische Leitindex​ FTSE MIB innerhalb von zwei Monaten um rund 17 Prozent zu.*

Ein guter Zeitpunkt, auch schon mal den Blick in den November zu richten. Dann werden die US-Bürger an die Wahlurne gebeten werden. Dort stehen sich der aktuelle Amtsinhaber Joe Biden und sein Vorgänger Donald Trump, die sich in der vergangenen Woche ihr erstes TV-Duell lieferten, erneut als Kontrahenten gegenüber. Der politische und wirtschaftliche Kurs der beiden Lager ist weit voneinander entfernt. Doch selbst wenn die Nervosität im Vorfeld hoch sein sollte, enden Präsidentschaftswahlen für die Wall Street häufiger positiv als negativ. Seit 1928 schloss der S&P 500 in 20 von 24 Wahljahren mit Gewinnen ab.* (Quelle: Statista, Homepage, 28.06.2024)

Zurück in die Gegenwart

In der neuen Woche kommt es nicht nur zu politischen Entscheidungen, auch zahlreiche Konjunkturdaten werden die Marktteilnehmer auf Trab halten. So sind am Dienstag beispielsweise die Augen auf die Inflationszahlen für Juni für die Eurozone gerichtet. Experten rechnen damit, dass diese weiter abwärtsgerichtet sind und damit der EZB im weiteren Jahresverlauf neuen Zinssenkungsspielraum geben könnten. Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dürfte dann etwas Licht ins Dunkel für die Zinsaussichten in Übersee liefern. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten, dass sich der Stellenaufbau ausserhalb der Landwirtschaft im Juni verlangsamt hat. Mit 180‘000 Jobs sollen den Prognosen zufolge weit weniger Jobs entstanden sein als im Vormonat, was wiederum gegen eine straffe geldpolitische Linie spricht. Noch bevor diese Zahlen veröffentlicht werden, steht am Mittwoch der ISM-Dienstleistungsindex in den USA auf der Agenda.

Performancevergleich im ersten Halbjahr*

Stand: 30.06.2024; Quelle: Refinitiv

*Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.

**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest.

Datum

Uhrzeit

Land

Ereignis

01.07.2024

08:30

CH

Einzelhandelsumsätze

01.07.2024

09:30

CH

SWME Einkaufsmanagerindex

01.07.2024

10:00

EZ

S&P Global Einkaufsmanagerindex Gewerbe

01.07.2024

14:00

DE

Verbraucherpreisindex

01.07.2024

16:00

US

ISM verarbeitendes Gewerbe

02.07.2024

11:00

EZ

Verbraucherpreisindex

02.07.2024

11:00

EZ

Arbeitslosenquote

03.07.2024

03:45

CN

PMI Dienstleistungen

03.07.2024

10:00

EZ

S&P Global Einkaufsmanagerindex Gesamt

03.07.2024

11:00

EZ

Erzeugerpreisindex

03.07.2024

14:15

US

ADP Beschäftigungsänderung

03.07.2024

14:30

US

Erstanträge Arbeitslosenunterstützung

03.07.2024

15:45

US

S&P Global PMI Gesamtindex

03.07.2024

16:00

US

ISM Index

04.07.2024

07:45

CH

Arbeitslosenquote

04.07.2024

08:30

CH

Verbraucherpreisindex

05.07.2024

08:00

DE

Industrieproduktion

05.07.2024

11:00

EZ

Einzelhandelsumsätze

05.07.2024

14:30

US

Arbeitslosenquote

 

Stand: 30.06.2024; Quelle: Refinitiv

Weitere Blogeinträge:

Wachsender Zinsoptimismus

In den USA sind die Konsumentenpreise im Juni 2024 gegenüber dem Vormonat um 0.1 Prozent gesunken.

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