16. März 2026
Geldpolitik in Serie
In der neuen Woche kommt ein wahres geldpolitisches Staccato auf die Kapitalmärkte zu. Innert drei Tagen treffen acht Notenbanken ihre Zinsentscheidungen. Den Anfang macht am morgigen Dienstag die Royal Bank of Australia, die in Sydney ihren geldpolitischen Kurs festlegt. Am Mittwoch rücken die Währungshüter in Nordamerika in den Fokus, ehe tags darauf Europa nachzieht. Zwar agieren die einzelnen Institutionen aus unterschiedlichen Perspektiven. Doch dürfte der jüngste Anstieg der Energiepreise die Währungshüter in allen Regionen gleichermassen beschäftigen.
Global betrachtet wird die US-Notenbank am meisten Aufmerksamkeit erhalten. Unter Ökonomen herrscht eine grosse Einigkeit, dass das Fed den Leitsatz das zweite Mal in Folge unverändert lässt. Umso interessanter wird, wie der Offenmarktausschuss die Lage der weltgrössten Volkswirtschaft samt den weiteren Aussichten einschätzt. Auf der einen Seite hat der überraschend schwache Arbeitsmarktbericht für den Februar 2026 Argumente für eine Lockerung der Geldpolitik geliefert. Dem steht das Risiko gegenüber, wonach sich die Inflation in den kommenden Monaten als hartnäckig erweisen könnte. (Quelle: Reuters, Medienbericht, 13.03.2026)
EUR/CHF unter Druck
Während Experten für die USA im weiteren Jahresverlauf mit neuen Zinssenkungen rechnen, stehen die Zeichen in der Eurozone auf eine Straffung der Geldpolitik. Mitte Jahr könnte es soweit sein: Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent für eine Zinserhöhung durch die EZB im Juni 2026 ein. Jedenfalls werden die Beobachter penibel darauf achten, wie Christine Lagarde die Lage beurteilt. Die EZB-Präsidentin hatte ihr Haus über Monate hinweg „in einer guten Position“ gesehen. Gut möglich, dass die jüngsten geopolitischen Turbulenzen samt der damit einhergehenden Reaktion der Energiepreise diese Einschätzung ins Wanken gebracht haben. (Quelle: Reuters, Medienbericht, 13.03.2026)
Derweil sieht sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit der Frage von Interventionen konfrontiert – der Franken ist einmal mehr als „Sicherer Hafen“ gefragt. Beim Devisengespann EUR/CHF kommt dies in fallenden Notierungen zum Ausdruck. Anfang vergangener Woche sackte der Euro zum ersten Mal seit Januar 2015, dem Zeitpunkt des sogenannten Frankeschocks, unter die runde Marke von 0.90 Franken ab.* Schon wenige Tage zuvor hatte die SNB ihre Bereitschaft erklärt, falls nötig am Devisenmarkt zum Zwecke einer Schwächung der heimischen Valuta zu intervenieren. (Quelle: Reuters, Medienbericht, 04.03.2026)
Fülle an Hebelprodukten
Anleger können mittels Hebelprodukten eine Trading-Position im FX-Duo EUR/CHF eingehen. Auf UBS KeyInvest sind annähernd 200 Papiere gelistet, mit denen sich sowohl auf fallende als auch steigende Notierungen setzen lässt. Hinzu kommen viele weitere Hebelprodukte, die unter anderem auf dem Euro-Dollar-Wechselkurs oder dem Gespann USD/CHF basieren.** Bitte beachten Sie, dass sämtliche Varianten nicht kapitalgeschützt sind. Aufgrund des Hebels werden Kursbewegungen des Basiswertes überproportional nachgebildet. Dadurch können sich überdurchschnittliche Gewinne und Verluste aufbauen. Zudem trägt der Anleger das Emittentenrisiko, so dass das eingesetzte Kapital – unabhängig von der Entwicklung der Basiswerte – im Falle einer Insolvenz der UBS AG verloren gehen kann.
Abgesehen von der Serie an Zinsentscheidungen ist der Terminkalender für die neue Woche eher dünn bestückt. Einblick in die Marktstimmung geben der ZEW-Index für Deutschland oder das US-Barometer Philly Fed Index. Bereits heute Nachmittag werden in den Staaten die Zahlen zur Industrieproduktion im Februar 2026 publiziert. Vor allem in Europa hat die Berichtssaison noch einiges zu bieten. In der Schweiz stehen unter anderem die Bilanzen von Swissquote und Swatch Group an. Mit ABB und Givaudan richten zwei Unternehmen aus dem SMI® in dieser Woche ihre Generalversammlungen aus.
EUR/CHF (5 Jahre, Angaben in EUR je CHF)*

Stand: 16.03.2026; Quelle: UBS AG, Reuters
*Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.
**Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: ubs.com/keyinvest.
Wichtige Wirtschafts- und Unternehmenstermine
|
Datum |
Uhrzeit |
Land |
Ereignis |
|
16.03.2026 |
14:15 |
US |
Industrieproduktion Februar 2026 |
|
17.03.2026 |
k.A. |
CH |
Stadler Rail Jahreszahlen |
|
17.03.2026 |
04:30 |
AUS |
RBA: Zinsentscheidung |
|
17.03.2026 |
07:00 |
DE |
Fraport Jahreszahlen |
|
17.03.2026 |
08:30 |
CH |
Produzenten-/Importpreise Februar 2026 |
|
17.03.2026 |
11:00 |
DE |
ZEW Index März 2026 |
|
18.03.2026 |
07:30 |
DE |
Talanx Jahreszahlen |
|
18.03.2026 |
14:45 |
CA |
BoC: Zinsenscheidung |
|
18.03.2026 |
19:00 |
US |
Fed: Zinsentscheidung |
|
18.03.2026 |
22:30 |
BR |
BCB: Zinsentscheidung |
|
19.03.2026 |
k.A. |
DE |
Vonovia Jahreszahlen |
|
19.03.2026 |
k.A. |
CH |
Swissquote Jahreszahlen |
|
19.03.2026 |
k.A. |
CH |
Swatch Group Jahreszahlen |
|
19.03.2026 |
03:30 |
JP |
BoJ: Zinsentscheidung |
|
19.03.2026 |
08:30 |
CH |
DocMorris Jahreszahlen |
|
19.03.2026 |
09:30 |
CH |
SNB: Geldpolitische Lagebeurteilung |
|
19.03.2026 |
09:30 |
SE |
Riksbank: Zinsentscheidung |
|
19.03.2026 |
10:00 |
CH |
ABB Generalversammlung |
|
19.03.2026 |
10:30 |
CH |
Givaudan Generalversammlung |
|
19.03.2026 |
13:00 |
GB |
BoE: Zinsentscheidung |
|
19.03.2026 |
13:30 |
US |
Philly Fed Index März 2026 |
|
19.03.2026 |
14:15 |
EZ |
EZB: Zinsentscheidung |
Stand: 16.03.2026; Quelle: Reuters
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